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„Schana Towa – Ein gutes Jahr!?“
Die Jüdische Kulturwoche Augsburg Schwaben*24 vom 22.-29.09.
Am 3. Oktober ist Neujahr! Es beginnt das Jahr 5785 – nach dem jüdischen Kalender. Die Jüdische Kulturwoche lädt unter dem Motto „Schana Towa – Ein gutes Jahr!?“ dazu ein, verschiedene Facetten jüdischer Kultur kennenzulernen und jüdische Geschichte(n) in Bayerisch-Schwaben zu entdecken.
Die Jüdische Kulturwoche Augsburg Schwaben*24 steht dieses Jahr unter dem bezeichnenden Motto „Schana Towa - Ein gutes Jahr!?". Der hebräische Wunsch „Schana Towa“, auf Deutsch „Ein gutes Jahr“ spiegelt die Hoffnung wider, die traditionell mit dem jüdischen Neujahr, Rosch haSchana, verbunden ist. Die Zeit um das jüdische Neujahrsfest hat auch einen nachdenklichen Charakter. Man denkt über das eigene Verhalten im vergangenen Jahr nach und hofft und betet für ein gutes neues Jahr.
Mit Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft
Die Direktorin des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben, Dr. Carmen Reichert, erläutert: „'Schana Towa - Ein gutes Jahr!?' ist nicht nur ein Wunsch für das kommende Jahr, sondern auch eine Aufforderung, die letzten Monate zu reflektieren. Das vergangene Jahr war für die jüdische Gemeinschaft weltweit schmerzhaft und schwer. Das Neujahrsfest soll aber auch ein Moment sein, an dem man mit Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft blickt.“
Koordiniert vom Jüdischen Museum Augsburg Schwaben und der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg bieten Kooperationspartner*innen während der Jüdischen Kulturwoche schwabenweit ein umfangreiches Programm: Dazu gehören Konzerte, Vorträge und verschiedenste Führungen. So kann man Neujahrsbräuche kennenlernen, bei einem Tanzworkshop selbst aktiv werden und jüdische Geschichte und Geschichten bei Führungen an verschiedenen Orten in Bayerisch-Schwaben kennenlernen.
„Mit einem breiten Spektrum an Veranstaltungen sollen alle interessierten Gäste angesprochen werden. Die Jüdische Kulturwoche verspricht Einblicke in die jüdische Religion, Tradition und Lebensweise – gestern und vor allem heute zu geben,“ so Alexander Mazo, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg. Die Eröffnung der Kulturwoche findet am 23. September in der Großen Synagoge statt. Bei dem Festakt mit Solist*innen der bayerischen kammerphilharmonie spricht Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber das Grußwort und die Autorin Andrea von Treuenfeld liest aus ihrem Buch „Jüdisch jetzt! Junge Jüdinnen und Juden über ihr Leben in Deutschland“.
Die bayerische kammerphilharmonie spielt zwei Konzerte mit Werken jüdischer Komponisten in der Großen Augsburger Synagoge – auch exklusiv für Schulklassen. Der Augsburger Rabbiner Asher Goldshmid erläutert in einem Vortrag die Bedeutung der Thora, der Heiligen Schrift der Jüdinnen und Juden.
Workshops und Sonderaustellungen
Ein christlich-jüdisches Gespräch im Evangelischen Forum Annahof beleuchtet unter dem Titel »Apfel und Honig – Nuss und Mandelkern« Bräuche an Rosch haSchana und an Weihnachten. Zuvor kann man selbst kreativ werden und in einem Workshop Karten mit Neujahrsgrüßen gestalten. Mit der Tanzgruppe der Israelitischen Kultusgemeinde können traditionelle israelische Tänze gelernt und gemeinsam ausprobiert werden. Im Stadtmuseum Nördlingen findet mit der Museumsleiterin Andrea Kugler eine Führung durch die Sonderausstellung „Matzen täglich frisch..“ statt. Dabei steht das Kochbuch der Nördlingerin Betty Münster im Mittelpunkt, bei dem einige der alten Rezepte genauer angeschaut und im Anschluss verkostet werden.
In der Zeit rund um das jüdische Neujahrsfest sind auch Besuche auf dem Friedhof zum Gedenken an die Verstorbenen üblich. So bieten mehrere Orte in Bayerisch-Schwaben Führungen über jüdische Friedhöfe an, in denen neben der Geschichte der jeweiligen Begräbnisstätte auch die Rituale rund um Tod und Trauer im Judentum erläutert werden.
Der Blick geht auch über Schwaben hinaus: So bietet die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit eine Exkursion nach Rothenburg ob der Tauber an. Feierlicher Abschluss der diesjährigen Jüdischen Kulturwoche bildet am 29. September das Neujahrskonzert des Klezmer-Ensembles Feygele im Parktheater im Kurhaus Göggingen. Zum jüdischen Neujahrsfest wünscht man sich auch »Schana towa u’metuka« – ein gutes und süßes Jahr. Damit es auch wirklich ein süßes Jahr wird, werden traditionell süße Speisen gegessen: Honigkuchen, Granatäpfel und in Honig getunkte Äpfel. So ist im Shop des Jüdischen Museums Augsburger Stadthonig der Bioimkerei Rauscher zu erwerben, mit einem besonderen Neujahrsgruß.
Alle Veranstaltungen sind öffentlich. Bei einigen Veranstaltungen muss man sich vorab anmelden. Das gesamte Programm und weitere Informationen findet man auf der Website des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben unter www.jmaugsburg.de/jkas24.






