Brechtfestival Augsburg 2021 wird digital

Brechtfestival Augsburg 2021 wird digital - #digitalbrecht mit Genre-Mix, Netzpremieren und Live-Talks

* Online-Pressekonferenz am Freitag, 12. Februar, um 11 Uhr
* Digitales Brechtfestival 2021 von Freitag, 26. Februar bis Sonntag, 7. März 2021
* Schwerpunkte liegen auf Künstlerinnen, Künstlern und Mitarbeitenden aus Brechts Umfeld
* Mit: Corinna Harfouch, Charly Hübner, Lina Beckmann, Winnie Böwe, Stefanie Reinsperger, Hanna Hilsdorf, Suse Wächter, Sophie Rois u.a.
* Staatstheater Augsburg ist mit Heiner Müllers Video „Medeamaterial“ Kooperationspartner
* Digitaler Festivalpass ab Mitte Februar erhältlich

Wie denkt man innerhalb kürzester Zeit ein Festivalprogramm neu, das ursprünglich für die Bühne geplant war? Das Augsburger Brechtfestival geht neue Wege und feiert eine Netzpremiere: Vom 26. Februar bis 7. März präsentiert es rund 23 eigens für das Festival erarbeitete Produktionen und das digital. Ein Experiment in den Sprachen von Performance, Theater, Film und Musik in digitalen Formaten und mit eigener Herangehensweise.

Beiträge aus gesamtem deutschsprachigen Raum

„Wir haben Künstlerinnen und Künstler gefragt, ob sie sich ihren Beitrag auch als Videoprojekt mit einer eigenen Ästhetik vorstellen könnten“, sagt Jürgen Kuttner, der mit Tom Kühnel die
künstlerische Leitung innehat. In Augsburg, München und Berlin in einem winzigen Ort in Brandenburg und in der ukrainischen Hauptstadt Kiew entstehen die künstlerischen Beiträge für das
Augsburger Brechtfestival 2021. Augsburgs Kulturreferent Jürgen Enninger geht davon aus, dass diese so vielseitig würden, wie die, die sie erschaffen haben: „Wir freuen uns auf eine enorme Programmvielfalt und über das breite Interesse am Brechtfestival im gesamten deutschsprachigen Raum. Spannende, neue digitale Spektakel erwarten uns", so Enninger weiter.

„und man sieht die im Lichte“: Scheinwerferlicht auf Frauen

Noch etwas ist in 2021 neu. Diesmal ist der Namensgeber des Festivals nicht der alleinige Star, sondern teilt die Bühne mit denen, die ihm zu seinem Ruhm verholfen haben. Frauen, die
mit Brecht im Kollektiv gearbeitet haben. Namentlich Helene Weigel, Elisabeth Hauptmann, Margarete Steffin und Ruth Berlau, sowie weitere Persönlichkeiten, Künstlerinnen und Frauenfiguren, die in Beziehung zu Brecht und seinem Werk stehen: Carola Neher, Marieluise Fleißer, Simone Weil und Inge Müller. Von Brechts „Die Mutter“ und Margarte Steffins „Ich bin ein Dreck“ über Inge Müllers „Weiberbrigade“ zu Luise Meiers „MRX_Maschine“ ist das Brechtfestival 2021 eine Einladung, kreuz und quer durch den mehrdimensionalen Raum der Künste, Biografien und Texte, der Literaturgeschichte und der Geschichtsschreibung zu surfen. Der Medea-Mythos bis hin zu Werken und Lesarten heutiger Künstlerinnen und Künstler: Die Werke machen neugierig auf die vielen Facetten von Licht und Schatten, die es rund um Bertolt Brecht zu entdecken gibt.

Namhafte Bühnen und Schauspielstars sind beteiligt

Die Festivalleiter Jürgen Kuttner und Tom Kühnel sind als Gäste des Kooperationspartners Staatstheater Augsburg mit einer Digitalfassung von Heiner Müllers „Medeamaterial“ bei #digitalbrecht vertreten. Beteiligt am Festival-Programm sind außerdem Größen wie Corinna Harfouch, Charly Hübner, Lina Beckmann, Winnie Böwe, Stefanie Reinsperger, Hanna Hilsdorf, Suse Wächter, Frank Wolff, Sophie Rois, die Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot, der Videokünstler Bert Zander, die Illustratorin Katia Fouquet, Ben Hartmann und Johannes Aue von der Band Milliarden, Absolventinnen und Studierende der Otto Falckenberg Schule München, die Bands Dakh Daughters, Banda Internationale feat. Bernadett La Hengst und viele andere.

Der Bayerische Rundfunk sendet anlässlich des Brechtfestivals im Hörspielprogramm von Bayern 2 Archivaufnahmen und Neubearbeitungen von Brechttexten. www.brechtfestival.de ist die zentrale Plattform für Kulturgenuss

Der virtueller Festivalpass ist ab Mitte Februar auf www.brechtfestival.de erhältlich.
Der Festival-Zeitplan steht ab 25. Februar auf www.brechtfestival.de bereit.
Mehr Infos: www.brechtfestival.de

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