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"Eckig und kantig"
Daniel Man, einer von 100 Künstlern des Gaswerk-Festivals "Asche zu Farbgut", spannt Stacheldraht an der "Wollfront".
Am Sonntag beginnen die Feierlichkeiten zum hundertjährigen Jubiläum des Gaswerks mit einem Konzert des Jazzpianisten Uri Caine und ab Donnerstag, 15.09., bespielen fünf Augsburger Kreativgruppen vier Tage lang bis 18.09. das Areal in Oberhausen unter dem Motto "Asche zu Farbgut".
Und das Programm, das City Club, Orangerie, Die Bunten, In Your Face und die Künstlergruppe "38/40" aus dem Kulturpark West bei einem Pressetermin am Freitag vorstellten, kann sich wirklich sehen lassen. Über hundert Künstler und Musiker sind laut Oliver Haussmann (Orangerie) beteiligt, darunter auch einige (inter-)nationale Namen. Besonders stolz ist Haussmann auf den US-Künstler Lucien Shapiro aus San Francisco, der mit seinen "Fear Collecting Rituals" am Samstag auftritt. Dazu kommen der Schlagzeugperformer Tom Wu aus München, die Indierockband Candelilla, Egopusher (bekannt vom Modular), um nur ein paar zu nennen. Die Musikacts seien eher "eckig und kantig statt Mainstream", so Haussmann.
Die "Prominenz" aus Augsburg muss sich aber auch nicht verstecken: Markus Mehr & Stefanie Sixt, Njamy Sitson, Fräulein Brecheisen (als Duo!), San Antonio Kid, Gerald Fiebig, Theter Ensemble, Moon Transit, Dot & Maxi Hausi, Stefan Sieber und Monstaub sind neben vielen anderen mit von der Partie, allein 60 bildende Künstler zeigen größtenteils speziell für das Festival angefertigte Werke. "Eine einmalige Chance", so Max Schmerling von der Gruppe "38/40".
Bespielt werden insgesamt acht Indoor- und mehrere Outdoor-Locations mit Musik, Performance, Ausstellungen und zahlreichen Live-Aktionen. Am spektakulärsten dürfte die Mischung aus Luftakrobatik und Klang im Gaskessel sein sowie die "Wollfront" von Sebastian Giussani und Daniel Man (Foto) im Ofenhaus, bei der mit Wollknäuel auf ein raumfüllendes Netz aus Stacheldraht geschossen wird. Außerdem öffnen die Gaswerksfreunde ihr Museum und laden zum Aufstieg auf das 80 Meter hohe Wahrzeichen des denkmalgeschützten Ensembles.
Wie Stadtwerke-Pressesprecher Jürgen Fergg bei der Programmvorstellung betonte, ist das Festival wetterunabhängig. Die Stadtwerke rechnen im Idealfall mit bis zu 6000 Besuchern an den vier Tagen und empfehlen dringend die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, die Haltestelle Gaswerk wird laut Fergg für die gesamte Dauer des Festivals angefahren, außerdem gibt es von der "Bikekitchen" organisierte Radtouren aus der Innenstadt, einen Fahrradparkplatz sowie den Freakbike-Parcours.
Der Vorverkauf lohnt sich nicht zuletzt, da die Festivaltickets auch als Fahrschein gelten, allerdings nicht in den Nachtbussen. Einzel- und Viertagestickets sind zum Preis von zehn bzw. 25 Euro in den Stadtwerke-Kundencentern (Hoher Weg, Kö), der Bürgerinfo am Rathausplatz und im City Club erhältlich. Das Tagesticket am Familiensonntag kostet fünf Euro, Kinder bis 12 Jahre sind generell frei.
Öffnungszeiten 15.-18.09.:
Donnerstag: 17-05 Uhr
Freitag & Samstag: 15-05 Uhr
Sonntag: 11-20 Uhr
Alle Infos unter: aschezufarbgut.de
Foto: swa/Thomas Hosemann






