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Fünf aus hundertfünfzig
Eine beeindruckende Kulisse war das am Mittwoch im Oberen Fletz des Rathauses: An die 150 Interessierte hatten sich eingefunden, um an der Wahl zum neuen Kulturbeirat teilzunehmen.
Das überraschte die Veranstalter, Kulturamtsleiterin Elke Seidel und Referent Thomas Weitzel, genauso wie die kulturaffinen Bürger, die dann gleich noch mal über ihren Schatten springen mussten. Das von Nachhaltigkeitsvorreiter Norbert Stamm angeleitete Verfahren zur Kandidatenfindung war ungewöhnlich, aber effektiv: Aus zwölf Diskussionsrunden gingen immerhin 16 Anwärter hervor, die von ihren Unterstützern nicht nur vorgestellt, sondern auch "wertgeschätzt" wurden. So schnell geht Kontaktanbahnung und Vernetzung, wenn man sich darauf einlässt. Und fast alle, die gekommen waren, beteiligten sich.
Nach den Vorstellungsrunden waren sämtliche Anwesenden zur Abstimmung aufgerufen und wählten die fünf Kulturbeiräte, die zukünftig auf die fünf "gesetzten" Mitglieder (Theater, Hochschulen, Stadtjugendring, Runder Tisch der Religionen, Stadtheimatpflege) treffen: der Künstler und Ausstellungsmacher Sebastian Lübeck (Contemporallye), der Student Korbinian Grabmeier (u.a. Junges Theater, Bluespots, Bring Your Own Elephant), Kulturpark-West-Chef Peter Bommas, Michael Grau von der Moritzkirche und Christoph Smija vom Raumpflegekultur e.V. (Provino Club, Die Metzgerei).
Der Kulturbeirat trifft sich mindestens zweimal jährlich und wird vom Kulturamt organisiert. Das Gremium soll die Stadträte beraten und ein Scharnier zwischen Kulturszene und Politik sein. Die neugewählten Mitglieder müssen noch vom Kulturauschuss "abgesegnet" werden, das erste Treffen soll laut Elke Seidel aber vor Weihnachten stattfinden.
Nachdem sich der 2013 ins Leben gerufene, über 20 Mitglieder starke Kulturbeirat vor allem durch vornehme Zurückhaltung ausgezeichnet hat, sind die Erwartungen an das nun zehnköpfige Gremium groß. Auf jeden Fall werden die knapp dreihundert Augen vom Mittwochabend sehr genau hinschauen. (flo)
Im Bild v.l.: Sebastian Lübeck, Korbinian Grabmeier, Peter Bommas, Michael Grau, Christoph Smija, Kulturreferent Thomas Weitzel






