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Kultur

Jan T. Wilms und seine Pläne für das Zentrum für Gegenwartskunst in Augsburg

Neue Ausstellungen, innovative Konzepte und nachhaltige Visionen für Augsburgs zeitgenössische Kunstlandschaft

Am Montag, den 21.10.2024 stellte sich der neue Leiter des Zentrums für Gegenwartskunst in Augsburg, Jan T. Wilms, der Presse vor und gab einen spannenden Ausblick auf die anstehenden Projekte. Er betonte die Bedeutung von Vernetzung und Nachhaltigkeit, zwei zentrale Themen, die sein Konzept für die kommenden Jahre prägen werden.

Für das erste Halbjahr 2025 stehen bereits zwei Ausstellungen fest: Zum einen wird ab dem 4. April in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Gegenwartskunst eine Schau gezeigt, die Werke von Jana Schröder, Peppi Bottrop und Andreas Breunig präsentiert. Zum anderen ist eine Einzelausstellung in Verbindung mit dem Zeitsicht-Art-Award geplant. Ein von der Stadt Augsburg erstmals vergebener Preis zur Förderung von Künstlern, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen.

Ein besonders ambitioniertes Projekt ist die geplante Einbeziehung der Halle 1, die künftig verstärkt bespielt werden soll. Als Ort für die Kunst des 20. Jahrhunderts bietet die Halle ideale Bedingungen, insbesondere für großformatige Arbeiten, die sonst in Augsburg kaum Platz finden. Wilms betonte, dass es in der Stadt bislang keinen vergleichbaren Ort für diese Art von Kunst gebe, was das Zentrum in dieser Hinsicht einzigartig mache.

Verbindung von Kunst und Augsburger Traditionen
Ein weiteres Highlight ist die geplante Verbindung von Kunst und Augsburger Traditionen. Themen wie Textilkunst und Design, die tief mit der Stadt verwurzelt sind, sollen inhaltlich aufgegriffen werden, wobei die Trennung von bildender und angewandter Kunst aufgehoben wird – ein Konzept, das in vielen anderen Kulturkreisen üblich ist und auch in Augsburg neue Impulse setzen soll.

Darüber hinaus plant Wilms eine stärkere Interdisziplinarität: Kooperationen mit Literatur- und performativen Künsten sollen das Programm bereichern und neue, spannende Perspektiven eröffnen. Auch die Außendarstellung des Zentrums soll intensiviert werden, indem die Bestände der Öffentlichkeit digital zugänglich gemacht werden.

Neben der regionalen Verankerung will Wilms das Zentrum international vernetzen und hausübergreifende Großprojekte realisieren. Für diese hochkarätigen Vorhaben wird die Finanzierung durch Sponsoring und Fundraising unerlässlich sein. Gleichzeitig soll die Vermarktung des Gebäudes, insbesondere die Zusammenarbeit mit der Galerie Noah, gebündelt werden, um einen einheitlichen Außenauftritt zu gewährleisten.

Schwerpunkt energiesparende Technologien
Besonderes Augenmerk wird auf die Nachhaltigkeit sowohl im programmatischen als auch im infrastrukturellen Bereich gelegt. So wird das Zentrum im Laufe des Jahres 2025 mit Schwerpunkt auf energiesparende Technologien umgebaut. Die Umstellung auf LED-Beleuchtung und die Verwendung von wiederverwendbaren Trennwänden sind nur einige der Maßnahmen, die den Betrieb ökologisch nachhaltiger machen sollen.

Ein weiteres Projekt von großer Bedeutung ist die Große Schwäbische Kunstausstellung, die auch 2025 wieder stattfinden soll. Dabei bleibt der hohe Qualitätsanspruch Wilms' wichtigstes Kriterium – sowohl für regionale als auch für überregionale Künstler.

Das Jahr 2025 verspricht also für die Kunstszene Augsburgs äußerst interessant zu werden. Mit Jan T. Wilms an der Spitze des Zentrums für Gegenwartskunst kann sich das Publikum auf inspirierende Ausstellungen und innovative Projekte freuen, die die Stadt als bedeutenden Standort für zeitgenössische Kunst weiter etablieren werden. Das komplette Programm für das kommende Jahr wird bereits Ende Januar vorgestellt. (tk)

Das Foto zeigt Dr. Christof Trepesch (Leitender Direktor der Kunstsammlungen & Museen Augsburg), Jan T. Wilms, Jürgen Enninger (Referent für Sport, Kultur und Welterbe)
Bildnachweis: Thomas Krones

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