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Kommt der Bürgerentscheid zur Theatersanierung?

Die Sanierungskritiker haben nach eigenen Angaben die 11.000 Unterschriften für einen Bürgerentscheid zusammen...

Es ist soweit: Die "Initiative kulturelle Stadtentwicklung Augsburg" (IKSA) hat nach eigenen Angaben die 11.000 Unterschriften für einen Bürgerentscheid zur Theatersanierung zusammen.

Im April 2016 hatte die IKSA begonnen, Unterschriften zu sammeln für "ein Bürgerbegehren mit dem Ziel, die vorgesehene Sanierung des Theaters zu überprüfen". Die Fragestellung: "Sind Sie dafür, dass die Stadt Augsburg die Sanierung des Theaters trotz angespannter Haushaltslage über Neuverschuldung finanziert?"

Da die IKSA lange keine Zwischenstände veröffentlichte, wurde das Erreichen des Ziels in letzter Zeit öfters angezweifelt. Nun waren die Sanierungskritiker offenbar doch erfolgreich. Die Unterschriften sollen "in der kommenden Woche" an die Stadt übergeben werden, so die IKSA in einer Presseerklärung.

Das heißt aber noch nicht, dass es zum Bürgerentscheid kommt. Nach Übergabe der Unterschriften hat der Stadtrat einen Monat Zeit, um über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens zu entscheiden. Im Falle einer positiven Beurteilung muss der Bürgerentscheid innerhalb von drei Monaten durchgeführt werden.

In der aktuellen Mitteilung kritisiert die IKSA vor allem den Umgang mit den Interimsspielstätten seit der Schließung des Großen Hauses im Mai 2016: "Der sogenannte Interimsspielbetrieb gestaltet sich zum teuren Hürdenlauf und deutet nicht auf eine planvolle Vorgehensweise hin. Es werden Größenordnungen erreicht, die andernorts für die Komplettsanierung bzw. den Neubau des Theaters ausreichen", so die Initiative. Ihr Fazit: "Wenn schon die Suche nach Übergangsspielstätten sich so chaotisch anlässt und zu erheblichen Kostensteigerungen führt, lässt die eigentliche Baumaßnahme das Schlimmste befürchten."

Das Theater Augsburg startet in die aktuelle Saison mit Aufführungen im Martini-Park, dem Konzertsaal der Uni, in der Schwabenhalle und der Stadthalle Gersthofen sowie im Kongress am Park. Brechtbühne und Hoffmannkeller werden weiter bespielt, 2018 soll die Brechtbühne ins Gaswerk umziehen. Die Gesamtkosten für die Theatersanierung beziffert die Stadt Augsburg auf 186 Millionen Euro, der Freistatt beteiligt sich mit 107 Millionen Euro.
(flo)

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