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Letzte Attacke vor dem Sommerloch
Dass der Streit um die Theatersanierung bizarre Blüten treibt, ist mehr als ein Euphemismus. Die Sanierungsbefürworter melden sich vor dem Sommerloch noch mal aus dem Schützengraben...
In einer eher surrealen Pressekonferenz am Mittwoch haben die Sanierungsbefürworter im Beisein von Kulturreferent Thomas Weitzel und Mitgliedern des Theaters Augsburg bekanntgegeben, einen Verein gründen zu wollen und das Sammeln der Sympathiebekundungs-Unterschriften beim Stand von 16.000 einzustellen.
Das war allerdings nicht der Hauptgrund für den Termin. Die Gegenseite stand im Fokus, also die "Initiative kulturelle Stadtentwicklung Augsburg" (IKSA), die Unterschriften sammelt gegen die geplante Sanierung – mit bezahlten Jugendlichen, die wenig bis keine Ahnung von der Materie hätten, so die Sanierungsbefürworter. Außerdem sei in Posts auf der IKSA-Facebookseite u.a. von "Theater-SA" die Rede.
Der Wunsch von Gastgeber Christian Z. Müller, "wieder zusammenzukommen", dürfte sich nach diesem Termin endgültig erledigt haben. IKSA-Sprecher Kurt Idrizovic zeigte sich erstaunt, dass eine Pressekonferenz abgehalten wird, "in der nur über die anderen geredet wird" und stritt ab, jemals ein Gesprächsangebot bekommen zu haben: "Nicht eines."
"Ein Bürgerbegehren schafft man nicht mit fünf Leuten, also setzen wir Freunde und Familienmitglieder zum Unterschriftensammeln ein", so Idrizovic. "Wir machen mit denen keine zweiwöchige Schulung, aber die wissen alle, um was es geht - und es fließt kein Geld."
Und Idrizovic kontert: "Da könnte man auch die Frage stellen, wer denn die ganzen T-Shirts und Plakate der Sanierungsbefürworter zahlt." Über die Anzahl der bereits gesammelten Unterschriften wollte der Buchhändler (noch) keine Aussage treffen, macht aber auch klar, dass nicht ewig gesammelt werden soll: "Mitte September sollten wir ein Ergebnis vorlegen", formuliert Idrizovic den Anspruch auch an die eigenen Mitstreiter. (flo)
Foto: Christian Menkel






