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Kultur

Neue Programmpunkte und zusätzliche Ticketkontingente

Das Brechtfestival startet heute mit internationalen Gästen.

Brechtfestival startet mit internationalen Gästen. Neue Programmpunkte und zusätzliche Ticketkontingente

* Beteiligte u.a. aus den USA, aus China, Israel und Indien stellen Beiträge persönlich vor
* Erhöhung der Ticketkontingente und 2G-Regelung
* Lesung von Corinna Harfouch auf 27.2. verschoben
* Neu: Marion Brasch: „Brasch liest Brasch oder Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin“
* Neu: Film „Engel aus Eisen“ ersetzt „Domino“
* Neu: Film „Brasch – Das Wünschen und das Fürchten“
* Neu: Berliner Ensemble: „Mutter Courage und ihre Kinder von Bertolt Brecht“ (Film)
* Neu: Poetry Slam mit OMAi statt Lisa Frühbeis
* Zusatzvorstellung: Live-Audio-Walk „Live. In a limbo.“
* Entfällt: Japanisches Gastspiel „Chiten“

Mit zusätzlichen Programmpunkten und Gästen aus aller Welt beginnt am kommenden Freitag, 18. Februar unter dem Motto „Worldwide Brecht“ das Brechtfestival 2022. Während
die internationalen Filmbeiträge bis zum 27. Februar ein facettenreiches Digitalprogramm versprechen, sind aufgrund erweiterter Zuschauerkapazitäten im Kulturbereich zusätzliche Tickets für die Live-Veranstaltungen verfügbar. Es gilt die 2G-Regelung.

Die internationalen Künstlerinnen und Künstler reisen vom 18. bis 27. Februar 2022 nach Augsburg, um unter dem Motto „Worldwide Brecht“ ein Schlaglicht auf Brechts Werk aus
internationaler Perspektive zu werfen und dem Brechtfestivalpublikum ihre Arbeiten persönlich vorzustellen:

Zoe Beloff aus New York wird im Staatlichen Textil- und Industriemuseum TIM ihre Ausstellung „Parade of the Old New“ eröffnen, die auf 39 Acrylgemälden Amerika von der Wahl 2016 bis zu Trumps Niederlage an der Wahlurne thematisiert. Neben der großformatigen Historienmalerei zeigt die US-Künstlerin erstmals drei ihrer Filme mit deutschen Untertiteln. Siting Yang von der „Central Academy of Drama“ in Beijing präsentiert im Rahmen der fünfteiligen Kurzfilmrolle „Worldwide Brecht – Beiträge aus Beijing“ im Staatlichen Textil- und Industriemuseum TIM ihren Film „V.A.B.E.L – Vom Armen Bb Et aL“ – eine Brecht‘sche Fabel über die Erfahrungen von Wanderarbeitern in Shanghai. Teil zwei der Reihe „Worldwide Brecht“ widmet sich unter anderem Produktionen aus Israel und Indien: Für den Dreh des von Brechts „Lesebuch für Städtebewohner“ inspirierten Kurzfilms „The Desert a City“ hat es die Filmcrew um Regisseur Yotam Gotal in die Negev Wüste im Süden Israels verschlagen. Schauspieler, Regisseur und Autor Soumyabrata Choudhury aus Neu-Delhi wird im TIM mit „A Migrant Walk“, seinen als dokumentarische Karikatur auf Brechts „Lindbergh-Flug“-Hörspiel entstandenen Performance-Film, live vorstellen.

Ramses Alfa und die Compagnie Louxor verlegen in „Mère Courage/Mutter Courage und ihre Kinder” den Schauplatz des berühmten Brecht-Dramas nach Togo. Die in Belarus ansässige Theatergruppe Kupalaucy freut sich auf die Live-Premiere ihres in der Heimat verbotenen Stückes „Furcht/Fear“. Und mit Sängerin/Schauspielerin Gitte Hænning bereichert ein dänischer Stargast an der Seite des Ensembles vom Gymnasium bei St. Stephan die Aufführung der Brecht-/Eisler-
Kantate „Die Mutter“.

Neue Veranstaltungen und Programmänderungen
Als Folge von coronabedingten Terminverschiebungen findet die ursprünglich für den 20. Februar 2022 angesetzte Lesung von Corinna Harfouch „Ja, ich folge diesen kleinen Alten bisweilen” eine Woche später statt. Neuer Termin ist der 27. Februar 2022 um 19 Uhr im TIM.

Ebenfalls im Staatlichen Textil- und Industriemuseum liest am 23. Februar Journalistin und Schriftstellerin Marion Brasch aus ihrem Buch „Brasch liest Brasch oder Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin". Im Rahmen des Themenschwerpunkts zu Thomas Brasch rückt dessen Schwester ab 19 Uhr Leben und Wirken ihres großen Bruders in den Mittelpunkt.

Statt dem aus rechtlichen Gründen entfallenden Film „Domino“ steht am 21. Februar 2022 um 20 Uhr der Brasch-Debütfilm „Engel aus Eisen“ (1981) auf dem Spielplan im Liliom.
Neu im Festivalprogramm ist auch Christoph Rüters „Das Wünschen und das Fürchten“ (2011). Der Dokumentarfilm über Braschs Schaffen wird am Eröffnungsabend (18. Februar
2022) ab 19:45 Uhr im Livestream zu sehen sein. Weiter ergänzt wird das Digitalfilmprogramm durch den historischen Stream von „Mutter Courage und ihre Kinder“. Die 1957 geschaffene Aufzeichnung der Direktübertragung einer Inszenierung am Berliner Ensemble wird am 20. Februar 2022 um 20 Uhr online gezeigt und entstand in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste.

Während der Fatzer-Gastspiel des japanischen Ensembles Chiten leider entfällt, ist aufgrund der großen Nachfrage für Bluespots Productions „Live. In a limbo.“ ein weiterer Termin angesetzt (24. Februar 2022, 20:30 Uhr). Treffpunkt für den etwa einstündigen Live-Audio-Walk mit Texten aus „Flüchtlingsgespräche“ von Bertolt Brecht ist eine Viertelstunde vor Beginn am Grandhotel Cosmopolis.

Das Wiener Kollektiv OMAi ersetzt Graphic Recorderin Lisa Frühbeis im Rahmenprogramm des „Brechtfestival Best of Poetry Slam“ und wird die Texte der Poetinnen und Poeten im Parktheater im Kurhaus erstmals mit Projektionsmalerei live visualisieren.

Teilnahmebedingungen und Schutzmaßnahmen
Bei allen Live-Veranstaltungen gelten 2G-Regelung und FFP-Maskenpflicht, auch am Sitzplatz. Weitere Informationen zu Zutrittsvoraussetzungen und Schutzmaßnahmen finden sich im FAQ auf www.brechtfestival.de.

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