Staatstheater Augsburg - "Elektrotheater" ab 04.11. digital

„Das Eine und das Andere oder: Der wahrscheinliche Ausgang einer Reise, bei der man zuhause bleibt“

Was steckt hinter dem längsten Titel dieser Staatstheater-Spielzeit? Das Elektrotheater ist eine Social-VR Infrastruktur, die es ermöglicht im selben Raum zu spielen und Theater zu erleben, ohne sich notwendigerweise denselben physischen Raum zu teilen - nach Hause geschickte VR-Brillen machen das möglich. In regelmäßigen weiteren Inszenierungen werden in diesem digitalen Format die Grenzen von Theater neu ausgelotet. Dazu hat unser Redakteur Markus Krapf mit Tina Lorenz gesprochen, die seit 2020 als Projektleiterin das Staatstheater Augsburg zu einem der führnden Häuser innerhalb der Digitalsparte entwickelt hat.

Tina, welche Besonderheiten hat das Stück mit dem unglaublich langen Titel?

Es ist ein bisschen anders als alles, was wir zuvor in der Digitalsparte gemacht haben. Bisher haben wir 360-Grad-Video-Produktionen nach Hause geschickt, man musste nur auf »on« drücken. Oder man kam eben zu uns ins Haus und hat Mixed-Reality-Hybrid-Abende mit VR-Anteil gesehen. Hier beim Elektrotheater nimmt man selbst live und interaktiv nicht nur teil, sondern es passiert auch alles live. Man bekommt VR-Brillen und Controller, der eine Art Fernbedienung für die Brille ist. So wird ermöglicht, in der digitalen Welt herumzulaufen, Dinge aufzuheben und Ähnliches.

Über welche technischen Voraussetzungen sollte mein Haushalt verfügen?

Strom wäre gut, um die Brille aufzuladen (lacht). Voraussetzung ist ein handelsübliches, häusliches WLAN-Netzwerk. Ein öffentliches Netzwerk mit Anmeldeseite, so wie man es aus Hotels oder dem Zug kennt, funktioniert nicht.

Gibt es eine Deadline für den Ticketkauf?

Ja, immer am Montag vor der jeweiligen Vorstellung wird versandt, man sollte also bis spätestens montags um 10.00 Uhr das Ticket gekauft haben. Im Ticketpreis von 29 Euro sind die Leihgebühr für zwei Brillen, zwei Controller und Stromkabel inklusive Versand und Rückversand enthalten. Diese Produktion ist auf die parallele Nutzung von zwei Personen im selben Haushalt ausgelegt.

In weiteren Inszenierungen sollen die Grenzen von Theater neu ausgelotet werden. Wohin führt dieser digitale Weg?

Ziel ist es, aus einer passiven Zuschauer:innen-Rolle mehr ins aktive Erleben zu kommen. VR kann dabei helfen, von zuhause aus Grenzen zu überschreiten und Begegnungen zu haben, die man sonst vielleicht nicht hätte.

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