Staatstheater Augsburg - Wolfgang Buchner geht in Rente

Ein Leben für Kunst und Kultur

40 Jahre lang war der Bildende Künstler Wolfgang Buchner am Augsburger Theater tätig

Am 18. November wird Wolfgang Buchner zum letzten Mal die Werkstätten im Gaswerk in seiner jetzigen Funktion betreten: Als Vorstand des Malsaals und Leiter der Kascheur- und Tapezierwerkstatt.

Vierzig Jahre lange war er mit Herzblut und großem Engagement zunächst für das Theater – dann Staatstheater Augsburg tätig. Dabei hat er sich nicht nur mit seinen mehr als 120 eigenen Bühnen- und Kostümausstattungen einen Namen gemacht, die hier und bei auswärtigen Aufträgen zu erleben waren, und an die 1000 Produktionen betreut. Er war es auch, der vor knapp 20 Jahren den Opernball ins Große Haus am Kennedy-Platz holte und zu einem der ganz wichtigen gesellschaftlichen Events der Stadt werden ließ.

Nachdem Buchner am Mozarteum in seiner Heimatstadt Salzburg Bühnenbild, Kostümentwurf und Theatermalerei studiert hatte, arbeitete er zunächst bei den Salzburger Festspielen und kam schließlich nach einem Engagement am Ulmer Theater im Jahr 1980 nach Augsburg.

Als einen »Theatermann der alten Schule, mit großem Witz, feinsinnigem, manchmal auch bösem Humor und großem künstlerischem Ethos«, schätzt Staatsintendant André Bücker den Künstler und Bühnenbildfachmann. Auch wie Buchner als Spiritus rector – gegen viele Widerstände – den Opernball zu einem facettenreichen, hochgeschätzten Fest werden ließ, ist laut Bücker ein wertvolles Verdienst: »Er hat für dieses Hauses Großes geleistet und wir sind ihm sehr zu Dank verpflichtet. Er wird uns als Persönlichkeit sehr fehlen.«

Buchners Schaffen widmet sich derzeit auch eine Ausstellung der Kunstsammlungen und Museen Augsburg im Schaezlerpalais, unter dem Titel »Vissi d‘arte«. Kuratiert wurde sie in Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau Hella Buchner-Kopper, einer ebenfalls bekannten Künstlerin. Da die Ausstellung aufgrund der Corona-Beschränkungen derzeit noch geschlossen bleiben muss, wurde sie bis Mai 2021 verlängert. (pm/max)

Foto: Hella Buchner-Kopper

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