Theater ANU: "PERPETUUM – Stadt ohne Mühsal"

Theater ANU: PERPETUUM – Stadt ohne Mühsal - Outdoor-Inszenierung aus Berlin am 23./24. Juli im Klostergarten bei St. Stephan

* Bilderreiches Stationentheater zur Stadt und Gesellschaft der Zukunft
* Ein Highlight vergangener Kunstnächte diesmal als solitäres Zusatzprogramm
* Als Teil des Augsburger Kultursommers gefördert durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR
* Karten nur im VVK ab sofort auf theateranu.reservix.de, gestaffelter Einlass in Kleingruppen

Das Berliner Theater ANU hat sich mit seinen ausgefallenen, überbordend phantasievollen Outdoor-Inszenierungen deutschlandweit einen fulminanten Ruf erspielt. Auch in Augsburg hat das Team um die Theatermacher Bille und Stefan Behr schon im Rahmen der Langen Kunstnacht mit seinen eindrucksvollen Wunderwelten wie dem Lichtermeer der Produktion „Große Reise“ im Fronhof verzaubert.

Jürgen Enninger, Referent für Kultur, Welterbe und Sport: „Ich freue mich besonders auf die Outdoor-Inszenierung, weil diese die aktuelle und wichtige Frage nach der Stadt der Zukunft aufwirft und verhandelt, wie das soziale Wesen Mensch in einer zukünftigen Gesellschaft - im Spannungsfeld von Gemeinschaft und Wohl des Einzelnen - leben kann.“

Zwei Abende im Klostergarten der Benediktiner
Am 23. und 24. Juli inszeniert ANU im Klostergarten der Abtei St. Stephan mitten im Domviertel mit PERPETUUM eine „Stadt ohne Mühsal“. In einer spannenden und poetischen Installation mit sechs Stationen eröffnet die Compagnie höchst ungewöhnliche Perspektiven auf den Menschen und seine (gesellschaftliche) Zukunft. Der Klostergarten der Benediktiner, meist hinter einer hohen Mauer verborgen, ist ein wahres Paradies mitten im Domviertel und stellt die umwerfende Kulisse für dieses Theaterprojekt.

Stadt ohne Mühsal dank Perpetuum mobile
Eine bahnbrechende Entdeckung lässt die Menschheit eine urbane Utopie wagen. Der Grund: Der vollständige Plan eines Perpetuum mobiles wurde gefunden. Der Erfinder ist Johann Bessler alias Orffyreus – Medicus, Mechanicus und Alchemist des frühen 18. Jahrhunderts. Einmal angestoßen, drehte sich sein „ewiges Rad“ einst über viele Wochen lang.
Der Futurist Paul Scheerbart visioniert seine Idee des „Perpehs“ mittels eines verrückten Projektionsapparates. In einem eindrücklichen Experiment kann das Publikum den sogenannten „Schmetterlingseffekt“ bewundern. Und vor einem großen Kreuz sinniert „Frau Mehr“ über eine Welt, die Gott nicht mehr braucht.
Längst hat die Wissenschaft das Perpetuum mobile ins Reich des Unmöglichen verbannt. Und dennoch: Leben wir nicht in einem perpetuierlichen Weltenrad, das einmal in Gang gesetzt, sich nicht mehr stoppen lässt und ein „Mehr“ von allem produziert?

Stationentheater in sechs poetischen Szenen
Der tiefsinnige und bilderreiche Reigen zeigt sechs poetische Perspektiven aus den Bereichen Religion, Kunst, Wissenschaft, Zukunftsvision und Historie und stellt dabei die Frage nach der Stadt der Zukunft. Wie kann das soziale Wesen Mensch in einer zukünftigen Gemeinschaft leben, wenn alles, was es umgibt nur auf das individuelle Wohl des Einzelnen ausgelegt ist?

Ablauf des Abends
An den verschiedenen Stationen im Klostergarten werden alte und neue Geschichten und Spielarten des Perpetuum mobile miteinander verwoben. Der Einlass findet gestaffelt statt, sodass sich immer nur Kleingruppen auf Abstand an den einzelnen szenischen Stationen befinden. Die aufwendigen Lichtinstallationen und Projektionen sind bei absoluter Dunkelheit am eindrucksvollsten, daher startet der jeweils erste Durchlauf um 21.30 Uhr, der letzte um 23 Uhr. Tickets für 15 bzw. 12 Euro gibt es ausschließlich im VVK unter www.theateranu.reservix.de (ab sofort). Einlass ist über das Äußere Pfaffengässchen, neben dem Fugger- und Welser-Erlebnismuseum im Wieselhaus.

Auch bei Regen spielbar
PERPETUUM – Stadt ohne Mühsal findet auch bei leichtem Regen statt (ausgenommen Unwetterwarnung, Sturm etc.). Bei Bedarf ist festes Schuhwerk und Regenkleidung empfohlen. Von Regenschirmen bitten wir abzusehen. Es werden nicht immer befestigte Wege beschritten. Die Inszenierung ist damit leider nur bedingt barrierefrei erlebbar.

Theater ANU
Die preisgekrönte Berliner Compagnie erforscht seit über zehn Jahren poetische Theaterformen im öffentlichen Raum. Das Augsburger Publikum kennt Theater ANU im Rahmen der Langen Kunstnacht mit ihren poetischen Installationen im Fronhof. Die Verbindung von Installation und Schauspiel macht die Inszenierungen zu vielschichtigen, sinnlichen Erfahrungsräumen. Die Grenze zwischen Zuschauer und Bühne wird aufgelöst. Wer sich ganz auf diese poetischen Welten einlässt, kann in ihre einzigartigen Atmosphären eintauchen und Figuren von ungeahnter Lebendigkeit begegnen. Gegründet in Heppenheim, hat die Compagnie ihren Hauptsitz seit 2007 in Berlin. In Zusammenarbeit mit etwa 25 Künstlerinnen und Künstlern bespielt Theater ANU unter der Leitung von Bille und Stefan Behr Parkanlagen, Plätze und besondere Orte – wie beispielsweise Kirchen, Tunnel oder Industriehallen – in Deutschland und Europa.

Bundesförderung
Die Augsburger Aufführungen von „PERPETUUM – Stadt ohne Mühsal“ sind Teil des „Augsburger Kultursommers“ und werden im Programm „Kultursommer 2021“ durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert und durch die Stadtsparkasse Augsburg unterstützt.

Foto: Theater ANU

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