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Doppelt so viele Teilnehmer bei der Augsburger Radlnacht 2026
Unter dem Motto "Lücken schließen - für ein durchgängiges, sicheres und komfortables Radwegenetz in Augsburg" demonstrierten am Samstagabend, 18.07., knapp 5000 Menschen und damit mehr als doppelt so viele wie letztes Jahr für eine klimagerechte Mobilitätswende in Augsburg. Die Radfahrenden fordern von der neuen Stadtregierung, Radwege schneller und sicherer auszubauen. Sie fuhren dabei auch ein Teilstück auf der B17, um symbolisch zu zeigen, dass dem Radverkehr mehr Platz eingeräumt werden soll.
"Wir waren heute mit knapp 5000 Menschen für eine klimafreundliche und sozial gerechte Mobilitätswende auf der Straße. So viele Menschen wollen Fahrrad fahren und brauchen ein lückenloses und sicheres Radwegenetz.
Unsere Radwege müssen es ermöglichen, alltägliche Wege zuverlässig und sicher mit dem Fahrrad zurückzulegen", berichtet Sebastian Vogt vom Organisationsteam der Radlnacht.
Die Organisator*innen fordern einen Lückenschluss im Radwegenetz, beispielsweise in der Donauwörther Straße und in der Schaezlerstraße.
Sie kritisieren, dass in der Stadt- und Verkehrsplanung der Autoverkehr noch immer einen zu hohen Stellenwert hat. Bei der Startkundgebung der Radlnacht kamen auch Menschen mit Mobilitätseinschränkung zu Wort, die auf "Spezialfahrräder" angewiesen sind, um selbstständig mobil sein zu können. Auf der Radlnacht ist zu sehen, wie wichtig eine bessere Fahrradinfrastruktur ist, damit alle Menschen sicher und klimafreundlich unterwegs sein können.
Dass mehr als 4500 Personen an der Radlnacht-Demo teilnahmen, zeigt, dass sicherer Radverkehr und gut ausgebaute Fahrradwege vielen Menschen ein Anliegen sind. "Mit der Radlnacht fordern wir Oberbürgermeister Florian Freund auf, Verbesserungen im Radwegenetz schneller umzusetzen.
Wir müssen endlich weg von der Bevorzugung des Autos vor der Sicherheit des Rad- und Fußverkehrs!", so Vogt weiter.
Schon zum dritten mal organisierten engagierte Bürger*innen zusammen mit dem ADFC, Fridays for Future und weiteren Gruppen, die sich für Umwelt, Klima und Verkehrswende einsetzen [vollständige Liste: https://www.radlnacht-augsburg.de/netz.html], die Radlnacht als Demo.
Breite, lückenlose und damit sichere Fahrradinfrastruktur
Sie führte auch wieder über die B17. "Wir haben die B17 zur breitesten Fahrradstraße Augsburgs gemacht! Damit nehmen wir uns symbolisch den Platz, der sonst nur Autos vorbehalten bleibt und machen erfahrbar, wie sich breite, lückenlose und damit sichere Fahrradinfrastruktur anfühlt.
Eine fahrradfreundlichere Infrastruktur würde viel mehr Menschen motivieren, im Alltag auf das Fahrrad umzusteigen", erklärt Anja Mayer vom Radlnacht-Orgateam den Grund für den bei vielen Teilnehmer*innen besonders beliebten Streckenabschnitt.
Es dauerte mehr als 40 Minuten, bis auch die letzten Radler*innen des Demonstrationszugs aufgebrochen waren. Beim Start waren es schon mehr als 4000 Personen. Auf dem Weg kamen bei den B17-Auffahrten jeweils einige hunderte dazu, sodass es insgesamt 4700 Teilnehmer*innen wurden.
Der Zug hatte mehr als 5 Kilometer Länge. Von Göggingen bis Haunstetten war die B17 mit Fahrrädern voll. Letztes Jahr waren es 2.100 Menschen.






