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Erinnern, Lernen, Verändern

In der Zwischenzeit 2.0 öffnet ab heute eine Denkstätte für die Opfer rechtsextremer, antisemitischer und rassistischer Gewalt ihre Türen

In der Zwischenzeit 2.0 öffnet ab heute eine Denkstätte für die Opfer rechtsextremer, antisemitischer und rassistischer Gewalt die Türen

Die rassistischen Morde in Hanau 2020, das antisemitisch motivierte Attentat in Halle 2019 oder der rechtsradikal motivierte Anschlag im Münchner Olympia-Einkaufszentrum 2016 stehen für rechtsextremistische, antisemitische und rassistische Strömungen in Deutschland, deren Gewalt in der Ermordung unserer Mitmenschen endet. Anlässlich des vierten Jahrestages des Anschlags in Hanau zeigt sich Augsburg 2024 solidarisch und gibt dem Trauern um die Opfer einen Ort im Herzen der Stadt. Die Denkstätte ist eine Umwidmung der Zwischenzeit 2.0 in der Annastraße 16 zum Begegnungs- und Erinnerungsort.

Während am Eröffnungstag, Montag, 19. Februar ein stilles Erinnern geplant ist, gibt es in den nachfolgenden Tagen eine Reihe verschiedener offene Gesprächsformate. Ab Montag, 26. Februar lädt die interaktive Ausstellung „Exit Racism“ dazu ein, sich mit dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen. In der Ausstellung stellen fünf verschiedene Stationen anhand wahrer Begebenheiten Diskriminierungserfahrungen, zum Beispiel von Muslima bei der Wohnungssuche, dar. Die Ausstellung ist mittwochs von 13:00 bis 17:30 Uhr und freitags von 11:00 bis 16:00 Uhr für das Laufpublikum geöffnet. Am Donnerstag, 29. Februar wird es eine vom Bezirksjugendring Schwaben mitveranstaltete Lesung geben. Die Autoren Çetin Gültekin und Mutlu Koçak lesen aus ihrem neu erschienenen Buch „Geboren, aufgewachsen und ermordet in Deutschland“. Gültekin ist der Bruder des in Hanau ermordeten Gökhan Gültekin.

Das Projekt „Denkstätte: Erinnern, Lernen, Verändern“ des Büros für gesellschaftliche Integration ist Teil der städtischen Kampagne „Wir alle sind Augsburg“. Mit bestehenden und neuen Formaten setzt sich die Stadt Augsburg für Vielfalt und gegen Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, Rassismus, Diskriminierung und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein. Der Erinnerungs-, Aufklärungs- und Begegnungsort ist noch bis zum Ende der Wochen gegen Rassismus am 22. März geöffnet.

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