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Hier wird Geschichte vernichtet

Reese-Kaserene: genau zum 75. Jahrestag des Endes des zweiten Weltkrieges und der Befreiung Augsburgs durch die Amerikaner, will die Stadt unbeirrt das letzte Bauensemble am historischen Exerzierplatz auslöschen. Dieses kleine Teilareal und die hier noch erhaltenen Gebäude zeugen von dem halben Jahrhundert amerikanischer Militärpräsenz und deren Verwebung und Spuren in unserer Stadtgesellschaft. Hier hätte die Stadt die Verantwortung für diesen Teil ihrer neueren Stadtgeschichte, Wertschätzung für diesen Teil ihres Erbes zu zeigen und mit einem angemessenen Umgang damit diese Aufgabe anzunehmen. Seit längerem versucht ein Kreis von Stadtakteuren in ein Gespräch mit Oberbürgermeister u.a. Vertretern der Stadt zu kommen und verfasste hierzu einen Appell für ein Moratorium bzgl. zeitnaher Abrisse. Aber die Politik stellt sich taub und ermöglich weder eine Kommunikation hierüber, noch setzt sie die Akteure in Kenntnis über die begonnene Ausschreibung zum Abriss.

Durch ein starres Festhalten an veralteten Planungen werden hier zudem die Chancen vergeben auf eine zeitgemäße und zukunftsorienterte Gestaltung des Teilareals, auch Möglichkeiten einer besseren wirtschaftlichen Verwertung mit zudem höheren städtebaulichen Qualitäten. Die Stadtpolitiker hätten es rechtlich in der Hand, den B-Plan jederzeit abzuändern. Wenn der Autrag zum Abriss nicht vergeben wird, aktuell insbesondere der Kantine und der Kradhalle, könnte der neu gewählte Stadtrat auf zeitgemäße Erfordernisse eingehen und die Planungen abändern.

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