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Wie sicher ist das Theater?
Wenn so kurzfristig zur Pressekonferenz eingeladen wird, muss was passiert sein. Und dann auch noch zum Theater! Am Donnerstag um halb zwei Uhr kam die Benachrichtigung, eine Stunde später saß schon die halbe Stadtregierung mit OB Kurt Gribl im großen Sitzungssaal des Rathauses.
Der Hintergrund sind neue Erkenntnisse beim Brandschutz im Großen Haus: Wie bei Untersuchungen im Rahmen der Sanierung festgestellt wurde, besteht keine ausreichende Trennung zwischen Zuschauerraum und Besuchergarderobe im Eingangsbereich. Hier verläuft blöderweise die Lüftung, im Brandfalle würde also der Rauch aus dem unteren Geschoss direkt in den Zuschauerraum gelangen.
OB Kurt Gribl warnte vor Hysterie, während der Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz, Frank Habermaier, von einer "völlig neuen Lage" sprach und durchaus drastische Worte wählte: "Rauch im Zuschauerraum bedeutet Panik." Als Sofortmaßnahmen wird nun das Personal der Feuerwehr im Theater deutlich erhöht, ein Löschfahrzeug ist immer vor Ort, auf der Bühne sind Pyrotechnik und offenes Feuer ab sofort untersagt. Wie's weitergeht, sollen eingehendere Untersuchungen zeigen, die eingeleiteten Maßnahmen können laut Baureferent Gerd Merkle nicht bis zur geplanten Schließung 2017 fortgesetzt werden.
"Die Situation ist ernst", so Gribl, der einen Zusammenhang mit den aktuellen Sanierungsdebatte ausdrücklich ausschloss. Tatsache ist freilich, dass man ohne die diesbezüglichen Untersuchungen die Sicherheitslücke nicht entdeckt hätte. (flo)
Foto: Christian Menkel






