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YoYo.TIPS aus Augsburg
Mit YoYo.TIPS präsentiert Joachim Sedlmeir (44) ein digitales Trinkgeld- und Spendenmanagement via QR-Code. Um die Leistungen des Servicepersonals, wie z.B. Angestellte in der Gastronomie, Hotellerie, Krankenhäusern, Kindergärten oder im Taxi, wertzuschätzen, geben Menschen Trinkgeld. Dies kann in Form von Bargeld – das immer seltener verwendet wird – oder direkt zusammen mit der Rechnung per Karte oder Smartphone bezahlt werden. Gerade letzteres birgt einige Schwierigkeiten: „Die Unternehmen sehen das nicht gerne, weil es sich steuerlich negativ auswirkt bezüglich der Vermischung von Umsätzen und Trinkgeldern. Zweitens gibt es immer die Herausforderung am Tagesende, wer das Trinkgeld wie verteilt“, erklärt Joachim die Problematik. „Und der Leidtragende ist am Ende die Servicekraft. Im Zweifel erhalten sie kein Trinkgeld.“ Das sei jedoch essenziell, da es Teil ihres Gehaltes ist. Mit YoYo.TIPS wird das nun einfacher, denn Gäste können ihr Trinkgeld/ Spenden digital über diese Plattform geben.
Kunden scannen einfach den QR-Code der jeweiligen Servicekraft/Mitarbeiters/Unternehmen/Institution und werden direkt zu der Website „yoyo.tips” weitergeleitet, auf der sie die Höhe des Trinkgeldes individuell festlegen können. Das Trinkgeld geht so direkt an den Mitarbeiter bzw. die Gruppe und bleibt somit steuerfrei. Diese können ihre Trinkgelder über die mobile Web-App/Website verfolgen und verwalten, was ihnen mehr Kontrolle über ihre Einnahmen gibt und die Bürokratie reduziert. YoYo.TIPS ist nicht das einzige Start-up von Joachim.
Während seines Studiums in Informatik gründete er bereits sein erstes Start-Up und leitet/leitete seitdem mehrere Unternehmen als CEO und COO. Darunter „stampay-GO“, die Idee und Entwicklung einer kontaktlosen Zahlungsplattform, die über individuelle QR-Codes funktioniert. Nachdem der Zahlungsabwickler Wirecard das Produkt weltweit vermarkten wollte, wurde der Skandal um Wirecard publik. Joachim Sedlmeir musste seine Firma abwickeln, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen und kaufte alle Assets der selbst entwickelten QR-Code-Zahlplattform aus der alten Firma im Nachgang auf. „So schnell gebe ich nicht auf“, zeigt sich der 44-Jährige kämpferisch.
Mit YoYo.TIPS will er "kontaktloses Bezahlen sowie Trinkgeld- und Spendenoptionen gleichermaßen in die Welt tragen". Dafür benötigt Joachim Sedlmeir 120.000 Euro und bietet im Gegenzug 15 Prozent seiner Firmenanteile.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer






