Dialog zwischen Jugendlichen und Politik

SJR verbessert den Dialog zwischen Jugendlichen und Politik
Herr und Speer eröffnen Veranstaltungsreihe zur Kommunalwahl 2020

Mit der Veranstaltung „Jugend – politische interessiert aber nicht engagiert“ eröffnete der Stadtjugendring Augsburg (SJR) letzte Woche im Weissen Lamm seine Veranstaltungsreihe zur Kommunalwahl 2020. Im Rahmen des Diskussionsabends schilderten die beiden Polit-Aktivisten und Autoren Martin Speer und Vincent-Immanuel Herr, wie Jugendliche auch außerhalb der bestehenden politischen Strukturen etwas bewegen können. „Es braucht eine nachhaltige Installation von Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen in unserer Stadtgesellschaft. Nur so gelingt eine politische Teilhabe junger Menschen an den Entscheidungen und machen diese für sie begreifbar“ sagt SJR-Vorstandsmitglied Kilian Krumm. Mit ihren Aktionen zur Einführung eines kostenfreien Interrailtickets für Jugendliche oder der Gleichstellungskampagne „#EsIstZeit“ zeigten die Referenten auf, wie erfolgreich Online-Petitionen sein können. „Politisches Engagement beginnt dort, wo ich bereit bin, mich für Veränderungen einzusetzen“, sagt Herr.

Während der Veranstaltung konnte das Publikum immer wieder mittels roten und grünen Karten über Fragen der Moderatorin Katharina Schmidt vom BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung München (FES) aus der Diskussion abstimmen. Die Frage, ob ein Wahlrecht auf kommunaler Ebene auch für 16-jährigenötig ist, wurde deutlich mit ja beantwortet. Zwiespältig waren die Rückmeldungen auf die Frage, ob die bestehenden politischen Strukturen denn die aktuellen Probleme bewältigen können. Wie bereits Kinder auf Entscheidungen Einfluss nehmen können, obwohl sie gar nicht gefragt werden, zeigte Christine Hübner, Wissenschaftlerin und Mitglied des d part Think Tank, an einem Beispiel aus Irland auf. Unter dem Slogen: „Ring your Granny“ riefen junge Leute ihre Großeltern an, um sie davon zu überzeugen, beim Referendum für die Ehe für alle zu stimmen. Sie hatten Erfolg und zu einer Verständigung der Generationen beigetragen.

Zur Veranstaltung, die der SJR in Kooperation mit der FES durchführte, waren auch Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 gekommen. Sie machten den Jugendlichen Mut, trotz teilweise abschreckend wirkenden Agierens der Parteien, den Weg zu diesen zu suchen.

Bis zur Kommunalwahl im März 2020 am 15. März 2020 plant der SJR zahlreiche weitere Veranstaltungen in den Stadtteilen, um den Dialog zwischen Jugendlichen und Politik weiter zu verbessern. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es ab Dezember unter: www.sjr-a.de

Foto: Pascal Leuch

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