Magazin
Grün bleibt Roth
Doch kein Stabwechsel bei den Augsburger Grünen: Claudia Roth freut sich über die Nominierung zur Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2017.
Auf der Nominierungsversammlung des Augsburger Grünen-Stadtverbandes am Mittwoch hat sich nach Angaben der Partei eine deutliche Mehrheit von 65 Prozent für Claudia Roth als Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2017 ausgesprochen. Ihr Gegenkandidat Xaver Deniffel, dem im Vorfeld durchaus Chancen eingeräumt wurden, konnte 35 Prozent der Stimmen holen.
Die frühere Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen hatte 2013 in Augsburg elf Prozent erreicht und lag damit leicht über dem Zweitstimmenergebnis der Grünen (10,5 Prozent). 2009 waren es noch 14,7 Prozent (Zweitstimmen: 12,6 %).
"Mit Claudia Roth haben wir eine überzeugende Kandidatin", so Grünen-Sprecherin Marianne Weiß. Der 61-jährigen Bundestagsvizepräsidentin wird bisweilen vorgeworfen, ihren Wahlkreis zu vernachlässigen. Auf der Homepage von Claudia Roth stammt der letzte Eintrag unter dem Punkt "Augsburg & Bayern" aus dem Januar 2016.
Die Pressemitteilung zur Nominierung zitiert Roth immerhin mit den Worten: "Wir setzen uns dafür ein, das Klimaabkommen von Paris und die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen nicht nur zu beklatschen und dann abzuheften, sondern wir zeigen Wege und Strategien auf, sie tatsächlich auch umzusetzen. Und das fängt bei uns, zuhause hier in Augsburg an, mit einer Verkehrspolitik, die im krassen Widerspruch zu Dobrindt's Osttangente steht. Deshalb unterstütze ich die Aktiven in Königsbrunn und Augsburg im Kampf gegen diese Stadtautobahn." (flo)
Im Bild: Claudia Roth zwischen ihren Augsburger Sprechern Peter Rauscher und Marianne Weiß (Foto: Grüne Augsburg)






