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Leben wie ein Hund in Augsburg
Wie viel öffentliche Toiletten die Stadt Augsburg wohl hat? Wir wissen es nicht. Aber wir sind uns ziemlich sicher, dass Sie als Hund besser dran sind, wenn Sie mal müssen: Über 200 Hundekotabgabestellen, sogenannte "Robidog-Stationen", gibt es in unserer schönen Stadt, die ja für ihr "Engagement" im Jahr 2011 mit dem Goldenen Fressnapf ausgezeichnet wurde.
Die nächsten 21 Kreuzweg-, pardon, Kotweg-Stationen will das Umweltreferat in Kürze aufstellen. Eine davon wird der Referent am kommenden Dienstag höchstpersönlich im Beisein der Presse montieren und zwar in den Grünanlagen zwischen Katzenstadel und Senkelbachstraße (siehe Bild). "Die Sauberkeit unserer Stadt ist im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung eine gemeinschaftliche Aufgabe. Ein gepflegter, sauberer Zustand von Grünanlagen, Straßen, Geh- und Radwegen prägt wesentlich die Lebensqualität und das Erscheinungsbild einer Stadt", so Rainer Schaal.
Nun könnte man trefflich streiten, ob die Entsorgung von Hundescheiße wirklich eine "gemeinschaftliche Aufgabe" ist oder nicht viel eher Privatsache der Tierbesitzer. Aber die Stadtregierung, die einen solchen Ansatz auch nur zu denken wagt, ist wahrscheinlich schneller weg vom Fenster als Peer Steinbrück "hätte" sagen kann. Insofern geht das Märchen der 1001 Hundetoiletten in Augsburg weiter, bis auch der letzte Scheißhaufen seinen Kübel gefunden hat. Übrigens: Eine Robidog-Station "Classic" kostet laut Homepage des Herstellers ab 325 Euro, ein Beutelspender mit 5000 Tüten ab 110 Euro. Die Hundesteuer in Augsburg beträgt jährlich 84 für den ersten und 120 Euro für jeden weiteren Vierbeiner. (flo)
Planskizze: Stadt Augsburg






