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Sensationsfund im Rathaus: Elias Holl arbeitete mit Asbest!

Is ja'n Ding: Der Augsburger Starbaumeister war seiner Zeit auch beim Thema Baustoffe weit voraus...

Und wir dachten immer, in Augsburg findet man nur irgendwelchen alten Schrott von Römern oder Fuggern oder sonstigen Oldschoolern. Pah! Mitten im Rathaus ist die Baupolizei jetzt auf Asbest gestoßen! Wie gut, dass nur Peter Grab im Fraktionsbüro war, der vor lauter Anträgeverfassen eh nicht mehr zum Atmen kommt.

Der OB beruhigt seine Stadtratskollegen jedenfalls mit einem zackigen: "Es besteht keinerlei Gesundheitsgefährdung aufgrund der Asbestfunde." Kann der frühere Feuerwehrkommandant ja auch leicht sagen, nachdem er sich mit einer hochgradig besetzten Augsburg-Delegation am Sonntag nach China verzupft.

Der böse Baustoff wurde bei Untersuchungen zur anstehenden Sanierung des Oberen Fletzes entdeckt und versteckt sich in Stahlstützen und Leuchten im Sitzungssaal sowie - ganz fies - in der Decke der Teeküche. "Die unmittelbar durchgeführten Raumluftmessungen haben ergeben, dass keine Grenzwertüberschreitungen vorliegen und dass nach der Durchführung von bereits erfolgten Sofortmaßnahmen keine gesundheitliche Gefährdung bei der Nutzung des Oberen Fletzes besteht", schreibt das Hochbauamt in bester Politbüromanier. Auf die Teeküche müssen die daheimgebliebenen Stadträte jedoch erstmal verzichten, bis zum Sitzungsbeginn sollen Pfefferminz und Rooibusch aber wieder bedenkenlos aufzubrühen sein.

Wir sind beruhigt und fragen nur ganz zögernd und höflich: Irgendjemand muss den Schotter doch da eingebaut haben? Aber vermutlich ist Sherlock Schafitel schon am Ermitteln... (flo)

Foto: Chris Menkel

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