SJR Augsburg - Tacheles mit den Rathausbossen

Tacheles mit den Rathausbossen

Innovative Podiumsdiskussion des SJR begeistert Jugendliche und Politiker gleichermaßen

Über 250 Besucher, darunter über drei Viertel Jugendliche, fanden sich am vergangenen Donnerstagabend in der Kantine ein, um die Podiumsdiskussion „Who the f* is my Rathausboss“ mitzuerleben. Das innovative Veranstaltungsformat des SJR begeisterte dabei Zuschauer und Politiker gleichermaßen. Nach der Vorstellung der Kandidaten anhand eigener Kinder- und Jugendbilder wurden die vier OB-Kandidaten Claudia Eberle, Eva Weber, Martina Wild und Dirk Wurm mit einem Jugend-Quiz in die Lebenswelt der Jugendlichen geholt. In 1, 2 oder 3-Manier überraschten immer wieder die Antworten zu den Fragen, z. B. wie teuer ein Schülermonatsticket oder das günstigste nicht geförderte Studentenzimmer sei. Neben lustigen Fragen richtete der SJR den Fokus auch auf die Schwierigkeiten, mit denen Jugendliche täglich konfrontiert sind. Spannend wurde es, als die Kandidaten ihre Vision von Augsburg anhand von offiziellen und vom SJR vorgeschlagenen Stadttitel vorstellen sollten. Durch diese Aufgabe sollten die Jugendlichen sehen, was den Politikern an ihrer Stadt liegt und in welche Richtung sie ihren Entwicklungsschwerpunkt legen werden.

Erstaunt war der SJR, dass erst keine bekannten Gesichter von der Schülerbewegung Fridays for Future anwesend waren. Diese zogen dann zur Hälfte der Veranstaltung mit einer lauten Demonstration in die Kantine und eröffneten die Fragen der Jugendlichen im Rahmen einer sogenannten Fishbowl-Diskussion. Bei dieser stellten die Jugendlichen paarweise ihre konkrete Frage vor dem Publikum an die Kandidaten. Dabei ging es zum Beispiel darum, weshalb Jugendliche ohne Vereinsmitgliedschaft keine Turnhallen benutzen dürfen, wie der sichere Ausbau von Radwegen geplant ssei. Ein besonderes Anliegen war die Frage, was die Politiker vor haben, um junge Menschen an der Entwicklung der Stadt teilhaben zu lassen.

Um den Jugendlichen den Zugang zur Politik so leicht wie möglich zu machen, hat der SJR die Band Hathi mit den beiden Hiphoppern „Der laute Gast“ und „Rapatoi“ engagiert. Diese haben die politischen Aussagen der Politiker und die jugendlichen Forderungen jugendgerecht zusammengefasst. „Dass wir mit unserem Format so viele Jugendliche begeistern konnten, zeigt uns, dass wir unsere Aufgabe wohl gut gemacht haben“, sagt Projektleiter Andreas Keilholz zufrieden.
„Die Veranstaltung hat gezeigt, dass Jugendliche sehr wohl an Politik interessiert sind. Man muss sie nur beteiligen,“ so der Vorsitzende des Stadtjugendrings, Jonas Riegel. (pm/max)

Fotonachweis: Andreas Keilholz - SJR Augsburg

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