Walk for Freedom im Herzen von Augsburg

Schritte gegen moderne Sklaverei

Über 130 Teilnehmer haben am vergangenen Samstag beim „Walk For Freedom“, einem „Lauf für Freiheit“, in Augsburg ein Zeichen gegen Menschenhandel gesetzt. Sie tragen schwarze Schirme und schweigen. Die über 130 Teilnehmer des „Walk For Freedom“ laufen in einer langen Reihe durch die Augsburger Innenstadt. Organisator des Schweigemarschs gegen Menschenhandel am vergangenen Samstag war der Verein „AugsburgerInnen gegen Menschenhandel e.V.“. Unterstützt mit diesem „Lauf für Freiheit“ wird der weltweite Aufruf der Organisation A21.

„Wir sind symbolisch für die Freiheit anderer gelaufen. Schweigend, denn Opfer haben keine Stimme. Aber wir glauben daran, dass moderne Sklaverei abgeschafft werden kann“, betont Klaus Engelmohr Vorstand des Vereins „AugsburgerInnen gegen Menschenhandel e.V.“. Auf ein Problem aufmerksam zu machen, sei der erste Schritt zur Prävention.
Während des Schweigemarschs verteilen Helfer Flyer an Passanten, beantworten Fragen. „Viele sind interessiert stehen geblieben“, sagt Engelmohr. So ergeben sich Gespräche. Schnell wird klar: Den meisten ist nicht bewusst, dass Menschenhandel auch die eigene Region und durch Konsumgüter den eigenen Alltag betrifft – und dass sie etwas dagegen tun können. Bereits zunehmend bewusster Konsum und kritische Rückfragen bei Herstellern sind ein echter Anfang. „Oder über das Thema zu reden und ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit dafür zu schaffen“, sagt Engelmohr. Das kann jeder. Zum Beispiel beim jährlichen „Walk For Freedom“.

Denn laut aktuellen UN-Schätzungen leben mittlerweile rund 40 Millionen Menschen in modernen Formen von Sklaverei – ein Viertel davon sind Kinder. Aber nur ein Prozent der Opfer wird jemals gerettet.
Nicht nur in Augsburg, sondern in 25 deutschen Städten und überall auf der Welt haben am 20. Oktober – zeitnah zum EU-Tag gegen Menschenhandel – 467 lokale Schweigemärsche stattgefunden. Bundesweit unterstützen viele Vereine, Gruppen und Kirchengemeinden die Arbeit von A21 und setzen sich gegen diese „weltweite Ungerechtigkeit“ ein. (pm/max)

Kurzinformation A21
A21 ist eine weltweit agierende Non-Profit-Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschenhandel abzuschaffen - durch Öffentlichkeitsarbeit, Intervention und Versorgung der Opfer. Derzeit ist die Organisation in 13 Ländern tätig. A21 bekämpft moderne Sklaverei durch eine multidimensionale Handlungsstrategie: Betroffene erreichen, retten und wiederherstellen. A21 ist überzeugt, dass durch Kooperationen und das Engagement vieler Unterstützter weltweit eine Vielzahl von Opfern identifiziert und gerettet werden kann und die Täter zur Verantwortung gezogen werden können. Mehr Infos: A21.org und A21.org/Walk

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