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"Die Innenstadt ist wieder da"
Am Sonntag wird es gefeiert, ab Montag muss es schlagen: als "Herzstück und Motor des Innenstadtumbaus" hat OB Kurt Gribl das nach 21 Monaten Bauzeit fertiggestellte neue Haltestellendreieck am Königsplatz bezeichnet. Im Vorfeld der großen Eröffnung am kommenden Sonntag fielen auf der Pressekonferenz am Mittwoch viele große Worte. Vom "Meilenstein für den öffentlichen Nahverkehr in Augsburg" sprach Gribl, "bedeutsam über den Platz und das Gebäude hinaus".
"Die Innenstadt ist wieder da", verkündete auch Wirtschaftsreferentin Eva Weber, vor allem in Hinblick auf die neue Fußgängerzone, und: "Wir haben gehalten, was wir versprochen haben". Stadtwerke-Chef Claus Gebhardt fasste die Vorteile des Haltestellendreiecks so zusammen: mehr Platz, also höhere Fahrplanstabilität und mehr Sicherheit für die Fahrgäste, außerdem übersichtlicher und mit dem Kundencenter (in dem übrigens auch eine Energieberatung untergebracht ist) ein Gewinn für die Bevölkerung.
Auch Stadtbaurat Gerd Merkle betonte die Chance, die der (hoffentlich immer) autofreie Kö für Augsburger Innenstadt bedeute und beruhigte in Sachen Kaiserhofkreuzung: "Ich schlafe sehr gut." Bereits seit zwei Wochen sei die Ampelschaltung auf den in wenigen Tagen beginnenden Straßenbahnverkehr getaktet – ohne Probleme.
Am Sonntag, 15.12., um Punkt 4.37 Uhr soll nun also die erste Tram den neuen Kö passieren, ab dem Zeitpunkt können die Fahrgäste alle Linien der Stadtwerke in den Zonen 1 und 2 einen Tag lang kostenlos nutzen. Um 11 Uhr beginnt die feierliche Eröffnung des Königsplatzes mit Ehrengästen und Segnung, ab Mittag gibt's Programm für alle. Oder wie es Claus Gebhardt ausdrückte: "regionale Bands, die Künstlerisches von sich geben werden". Konkret wären das Chor Chorfeo, Max Stadler, Dub à la Pub und The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra. Zum Finale ab 17.30 Uhr sollen "sogenannte Skytracer" (Gebhardt) den Kö illuminieren.
Zum Schluss ließ es sich OB Gribl nicht nehmen, auch die bisweilen kritisierte Zusammenarbeit mit der Augsburger Werbeagentur Team M&M zu loben, "deren hervorragende Arbeit neue Maßstäbe gesetzt hat bei der Kommunikation öffentlicher Großbaustellen", so das Stadtoberhaupt. Etwas Wasser in den Wein gießen könnte das von Bewohnern des Thelottviertels angestoßene Bürgerbegehren gegen die Untertunnelung des Hauptbahnhofs. Hier werde er das Gespräch suchen, so Gribl. (flo)
Das Bild zeigt v.l. Stadtbbaurat Gerd Merkle, OB Kurt Gribl, Stadtwerke-Chef Claus Gebhardt und den "Master Of Traffic" (Gribl), Tobias Harms, Bereichsleiter Verkehr bei den Stadtwerken






