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Exklusiv-Interview mit FCA-Sportmanager Stefan Reuter
"Weltmeister? Dieser Titel bleibt dir ein ganzes Leben." Interview mit dem Weltmeister 1990 und Sportmanager des FC Augsburg
Der Tag nach dem Finale! Ein perfekter Termin für ein Interview mit einem Weltmeister von 1990. Nur ein paar Stunden nach der Neuauflage des WM-Finales 1990 und dem erneuten Triumph gegen Argentinien traf Neue-Szene-Redakteur Walter Sianos FCA-Sportmanager Stefan Reuter zum Interview.
Heiser? Sind das noch die Nachwirkungen vom gestrigen Endspiel?
Nein, die zwei Testspiele dieses Wochenende haben ihre Spuren hinterlassen (lacht).
Wo und wie haben Sie das Finale erlebt?
In kleiner Runde bei einem fußballverrückten Freund in München. Der hat sein Gartenhaus zu einer kleinen Fußballarena mit Fernsehern, Großbildleinwand und einer Traumbar umfunktioniert.
Das klingt feuchtfröhlich. Wann sind Sie denn ins Bett gegangen?
War alles halb so schlimm, ich bin zu einer humanen Uhrzeit nach Hause, es war so gegen ein Uhr morgens.
Sie sind 1990 Weltmeister in Rom geworden. Der Gegner war damals ebenfalls Argentinien. Hatten Sie während des Spiels ein Déjà-vu-Erlebnis?
Ein bisschen, ich habe mehr mitgefiebert. Ein Déjà-vu hatte ich mehr während des Turniers, denn es wurde ja öfters über die WM 1990 berichtet und ein paar Tage vor dem Finale kam im ZDF auch eine Dokumentation über die Videos, die Sepp Maier mit seiner Kamera während der WM 1990 gedreht hat.
Weltmeister, ist das ein Titel, von dem man sein Leben lang zehrt?
Definitiv, gerade vor und während der Weltmeisterschaft hatte ich sehr viele Angebote aller möglichen Art, da spürt man schon, welchen Stellenwert das nach wie vor hat. Wenn man alle Termine annehmen würde, wäre das fast schon ein Fulltimejob. Der Weltmeistertitel bleibt dir ein ganzes Leben.
Lothar Matthäus war da. Warum waren Sie nicht in Rio de Janeiro? Als Weltmeister hatten Sie doch sicher eine Einladung vom DFB.
Die hatte ich, aber wir stecken mit dem FCA mitten in der Saisonvorbereitung, da hat man ganz andere Prioritäten.
Der Titel für Deutschland ist das Resultat eines langen Prozesses. Jogi Löw wurde immer wieder in Frage gestellt. Das ist doch eine Parallele zum FCA, auch die Augsburger Vereinsführung hat gerade in einer kritischen Phase zu Markus Weinzierl gehalten. Zahlt sich Geduld beim Fußball letztendlich doch aus?
Man muss grundsätzlich von bestimmten Dingen überzeugt sein und auch mal Rückschläge wegstecken und daraus seine Lehren ziehen. Es war ein ganz großes Plus, dass der Verein an Markus Weinzierl festgehalten hat und die Fans ruhig geblieben sind. Diese Geduld hat den FCA sportlich weitergebracht und dem Klub viel Sympathie in der ganzen Republik beschert.
Das komplette Interview gibt es ab Mittwoch in der Print-Ausgabe (08/2014) der Neue Szene






