Die besten Dokumentarfilme rund um die Natur

Die besten Dokumentarfilme rund um die Natur

Kaum ein anderes Medium schafft es, so viele Menschen auf einmal mit einer bestimmten Botschaft zu erreichen wie der Dokumentarfilm. Es gibt Regisseure, die sich für ihre Dreharbeiten sogar in Lebensgefahr begeben, um dem Rest der Welt wichtige Einblicke zu ermöglichen und Missstände aufzudecken. Tatsächlich können wir von den meisten Dokus viel lernen und unseren Horizont erweitern. Welche Natur-Dokumentarfilme man keineswegs verpassen sollte, steht hier.

Konzentration pur: Free Solo

Wer meint, dass Dokus ein gewisser Spannungsgrad fehlt, hat „Free Solo“ von Jimmy Chin und Elizabeth Chai Vasarhelyi noch nicht gesehen. In diesem Meisterwerk bezwingt der professionelle Kletterer Alex Honnold völlig ungesichert den wuchtigen Felsvorsprung El Capitan im Yosemite Park in Kalifornien. Was für viele Zuschauer als lebensmüde eingestuft werden könnte, ist für den Abenteurer die reinste Routine. Wie andere Spitzensportler auch, spielt er jede einzelne Bewegung etliche Male im Kopf ab, bevor er sie ausübt. Die Strategie und Konzentration, die er dabei an den Tag legt, kann man auch bei professionellen Schach- oder Pokerspielern beobachten. Der mitreißende Film wurde im Jahr 2019 sogar mit einem Oskar in der Kategorie „bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet.

Einfach aufrüttelnd: Gabel statt Skalpell

Dieser im Jahr 2011 erschienene Dokumentarfilm von Lee Fulkerson ist schon fast zehn Jahre alt. Trotzdem ist er jedoch immer noch äußerst relevant für diejenigen, die ihre Ernährung nachhaltig umstellen wollen. Auf anschauliche Art taucht der Regisseur in die Ernährungsweise der westlichen Länder ein und entdeckt dabei erschreckende Wahrheiten. Unter anderem findet er heraus, dass der übermäßige Konsum von tierischen Fetten und Zucker womöglich der alleinige Auslöser von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Krebs und Herzkreislaufproblemen sein könnten. Für die Dreharbeiten interviewte er renommierte Ärzte und Forscher, die es in ihrer Karriere bereits geschafft haben, Krebspatienten mit natürlicher Pflanzenkost zu heilen.

Herzzerreißend: Die Bucht

Tierfreunde haben es bei dieser Doku wirklich nicht leicht. Der Oskar-prämierte Film wurde im Jahr 2009 unter der Regie von Louie Psihoyos veröffentlicht. Dieser arbeitete eng mit dem Tierschützer Richard O’Barry zusammen, der früher Delfine wie Flipper trainierte. Zusammen begeben sich die beiden auf eine gefährliche Reise nach Japan, wo sie die grausame Massenjagd auf Delfine dokumentieren. Kritiker sprechen bei „Die Bucht“ über einen Öko-Thriller, der die Zuschauer regelrecht an den Bildschirm fesselt und regelmäßig ins Entsetzen stürzt. Denn: Delfine gehören nicht nur zu den intelligentesten Tieren der Welt, sondern sind aufgrund ihres belasteten Fleisches schon gar nicht zum Verzehr geeignet.

Eine fesselnde Geschichte: Grizzly Man

Dreizehn Sommer lang lebte der Tierschützer Timothy Treadwell im Einklang mit Grizzlybären in Alaska. Dabei hielt er viele seiner unglaublichen Begegnungen mit den mächtigen Tieren auf seiner Videokamera fest. Im Jahr 2003 fielen er und seine Freundin Amie Huguenard einem Bären zum Opfer und wurden getötet. Fasziniert von der fast kindlichen Persönlichkeit und Geschichte des Tierliebhabers, entschloss Regisseur Werner Herzog, das Leben Timothys in einer packenden Doku festzuhalten. Unter anderem bekommen Zuschauer jede Menge Filmmaterial zu sehen, das noch nie zuvor an die Öffentlichkeit gelangt ist. Selbst in der Todesstunde des Paares lief die Kamera weiter – Herzog war von den Aufnahmen jedoch so erschüttert, dass er diese nicht in seinen Film mit aufnehmen wollte.

Absolut wichtig: More Than Honey

Viele Wissenschaftler haben bereits auf das Bienensterben aufmerksam gemacht, das die Gesundheit und das Gleichgewicht unserer Natur extrem bedroht. Das Verschwinden der Bienen, das hauptsächlich auf giftige Insektizide und den Klimawandel zurückgeführt werden kann, hat nämlich die Folge, dass auch für uns lebensnotwendige Pflanzen aussterben. Diese müssen nämlich bestäubt werden, um zu wachsen. Immer mehr umweltbewusste Menschen starten deshalb Initiativen, um Bienen zu schützen. So auch der Schweizer Filmemacher Markus Imhoof, der dem Bienensterben in seiner Doku auf den Grund geht und auch versucht, mögliche Lösungen aufzuzeigen.

Eisige Stille: Begegnungen am anderen Ende der Welt

Wie sieht eigentlich das Leben von Forschern in der Antarktis aus? Genau diese Frage stellte sich auch Werner Herzog und reiste mit seinem Kamerateam buchstäblich ans andere Ende der Welt. In seiner Doku trifft er auf Menschen, die schon jahrelang in eisiger Stille leben und diszipliniert Arbeit nachgehen. Dabei zeigen sie ihm Orte von magischer Schönheit, die für das menschliche Auge kaum zu begreifen sind. Immer wieder fehlen dem Regisseur und seinem Kameramann Peter Zeitlinger die Worte. Unter anderem besucht Herzog die McMurdo-Station und den Südpol, wo ihm und seinem Team faszinierende Unterwasseraufnahmen gelingen. Aus gutem Grund erhielt die Doku im Jahr 2009 einen Oskar.

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