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Another one bites the Brecht
Solche Spekulationen verbieten sich ja eigentlich, aber ich bin mir sicher: Seit Einführung des Brechtfestivals in Augsburg kommt Uns-Bertolt aus dem Schenkelklopfen nicht mehr raus.
Zum zweiten Mal räumt ein Festivalleiter unter skandalös lächerlichen Umständen sein Amt: Albert Ostermaier musste gehen, weil Peter Grab jenseits künstlerischer Argumente Zeichen setzen wollte, der von ihm installierte Joachim Lang hätte längst gehen müssen, blieb aber, weil Grabs Nachfolger Thomas Weitzel zwar Geschmack, aber keinerlei Geschick im politischen Vorgehen bewiesen hat.
Kurz gesagt: Der streitbare Dichter entzweit seine Heimatstadt nach wie vor, vielleicht sogar mehr denn je. Schauen wir mal, welches Kaninchen als nächstes den Berthut anzieht. Auf das peinliche Interview, dass Joachim Lang der AZ nun zu seinem Abgang gegeben hat, soll hier nicht weiter eingegangen werden, das erinnert doch sehr an Lothar Matthäus' "Wir sind eine gut intrigierte Truppe."
Noch schöner ist aber die Meldung der Stadträte und Lang-Fans Bernd Kränzle (CSU) und Margarete Heinrich (SPD). Deren gemeinsame Pressemitteilung endet im Wortlaut: "Nun ist es an anderen, etwas qualitativ Vergleichbares vorzulegen“, blicken Kränzle und Heinrich gemeinsam nach vorne.
So stellt man sich also in der Stadtregierung mittlerweile die gemeinsame Zukunft vor. Respekt! (flo)






