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Netter Versuch
Sie wollen's wissen – und sind damit vermutlich nicht die einzigen. Sechs Oppositionsparteien im Augsburger Stadtrat haben einen gemeinsamen Dringlichkeitsantrag zur Zukunft des Brechtfestivals gestellt: Polit-WG, Freie Wähler, Pro Augsburg, Die Linke, CSM und ÖDP würden in der nächsten Stadtratssitzung gerne wissen, ob es ein Konzept gibt und ob Joachim Lang weitermacht.
"Die ursprüngliche Leitung durch Herrn Dr. Lang sollte im Vorjahr enden und wurde nochmals, entgegen der Meinung vieler Kulturschaffender, bis 2016 verlängert. Während dieses Jahres war Zeit, ein in die Zukunft weisendes Konzept durch das Kulturamt zu erstellen. Ein entsprechendes Konzept liegt unseres Wissen nicht vor, jedoch bestehen angeblich Bestrebungen, Herrn Dr. Lang weiterhin mit der Leitung des Festivals zu betrauen", so die zwölf Stadträte. Der Kulturausschuss trifft sich turnusmäßig am 15.03., die März-Stadtratssitzung ist für den 17.03. angesetzt.
Wir lehnen uns mal ausm Fenster: Im Laufe der Woche kommt die Erfolgsmeldung aus dem Brechtfestival-Pressebüro, wie gut besucht die Veranstaltungsreihe wieder war. Ein paar Tage später gibt Kulturreferent Thomas Weitzel im Beisein der Brechtexperten Kränzle und Schneider die Verlängerung mit dem alten und neuen Festivalleiter bekannt. Die Grünen sind daraufhin ein bisschen sauer, während sich Juliane Votteler freut, aus der Chose bald raus zu sein. Die DAZ fordert Weitzel zum Rücktritt auf und der Kulturbeirat schreibt eine weitere Mitteilung, dass man jetzt aber wirklich gerne mal mitreden würden bei der Kultur. Wetten? (flo)






