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Was tun, wenn Kriege toben und Blut fließt?
Heute beim morgendlichen Surfen fiel mir eine erfrischend ehrliche Meldung auf Focus.de auf. Es ging um die altbekannte Frage, die so viele von uns beschäftigt: Wie lege ich mein vieles Geld so an, dass ich eine richtig fette Dividende bekomme. Das ist gar nicht so leicht. Der Maschinenbau schwächelt, die Autoaktien legen auch nicht mehr so richtig zu und Apple schwächelt neuerdings auch. Da ist es gut, wenn einem die Fachleute von Focus-Money auf ein uraltes Gewerbe aufmerksam machen, das immer dann Konjunktur hat, wenn Blut fließt: die Rüstungsindustrie.
Zu lesen ist da, dass die Waffenbranche wegen der vielen kriegerischen Konflikte floriert. Der Autor stellt noch pflichtschuldig die Frage, ob es denn bedenklich sei diesen Trend für sich zu nutzen, erklärt aber im nächsten Satz schon, dass diese Frage zwar heikel wäre, die Rüstungsaktien aber eben "wahre Kursrenner" seien und dass es mit ihnen im Aktiendepot so "richtig kracht".
Das kann man zynisch nennen, man kann aber auch sagen: Es ist entlarvend ehrlich und zeigt, wie Marktwirtschaft funktioniert. Töten mag unschön sein, aber wer nicht gerade mit Axt und Messer mordet, der braucht für sein Kriegshandwerk nun mal Waffen und weil man ja modern morden will, verdient die Rüstungsindustrie auch daran und mit ihr der geneigte Aktionär. Dieser Logik folgend muss sich der Anleger über jeden neuen Krieg und jedes Gemetzel freuen.
Diese zynisch-ökonomische Logik ist nicht neu, wird aber für gewöhnlich nicht so offen benannt wie es im besagten Artikel geschehen ist. So gesehen müssen wir Focus-Money dankbar sein. (me)






