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Zoff unter Augsburgern!
Eigentlich sollte Claudia Roth (Bündnis90/Die Grünen) in der Fernsehsendung "Münchner Runde" (BR) u.a mit dem streitbaren Journalisten Henryk M. Broder (Die Welt) diskutieren. Beide haben einen Wohnsitz in Augsburg, beide sind sehr umtriebig. Man kennt sich. Aber schätzt sich anscheinend nicht.
Wie nun bekannt wurde, hat sich Claudia Roth geweigert, die Münchner Runde zu besuchen, in der auch Broder Gast sein sollte. Begründung: Broder ziele regelmäßig unter Roths Gürtellinie. Da Roth bekannter als Broder ist, hat der BR Broder wieder ausgeladen.
Nun muss man Broder nicht mögen, er ist ein nerviger Quälgeist, ein Provokateur. Aber muss Claudia Roth das nicht aushalten können? Was für ein Verständnis von Debattenkultur hat die Bundestags-Vizepräsidentin, wenn sie durchsetzt, dass Diskutanten, die sie nicht mag, wieder ausgeladen werden? Soll Claudia Roth bestimmen, wer mit ihr in einer Sendung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens diskutieren darf und wer nicht? Anscheinend kann sie es. Ziemlich schwach ist es trotzdem. (me)






