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"Im Labyrinth..." - Giulio Ricciarelli kommt ins Thalia
In unserer aktuellen Ausgabe ist "Im Labyrinth des Schweigens" Film des Monats. Am Freitag, 07.11., stellt der in Deutschland lebende Regisseur Giulio Ricciarelli im Thalia den Streifen persönlich vor.
Unser Filmexperte Federico Sanchez über "Im Labyrinth des Schweigens":
"Deutschland im Jahr 1958: Heute kaum mehr vorstellbar, aber es gab sie, diese bleierne Zeit, in welcher der Horror von Auschwitz kollektiv geleugnet wurde. In der das Schweigen eine Tugend war, genährt durch Scham und Angst. Eine Zeit, in der jegliche Versuche, die Wahrheit über Massenmörder wie Josef Mengele auf den Tisch zu bringen, mit Argumenten wie 'der ist doch in Südafrika, das ist doch weit weg' abgeschmettert wurden. Ja, die Nazis, die saßen damals schließlich noch in den Gerichten auf der Seite der Staatsanwaltschaft. Dass es dennoch gelang, die Auschwitzprozesse zu führen, ist dem Mut des jungen Anwalts zu verdanken, der in diesem Zeitgeschichtsfilm schließlich das Schweigen durchbricht. Inszenatorisch ist das Regiedebüt von Schauspieler Giulio Ricciarelli absolut stilsicher und kann als geglückt bezeichnet werden. Natürlich geht es hier auch um großes Kino – wenn dieses Labyrinth nicht so bitter real deutsch wäre, könnte man auch meinen, sich in einer kafkaesken Fiktion verirrt zu haben."
Im Thalia beginnt der zweistündige Film um 17.00 Uhr, das Publikumsgespräch mit Giulio Ricciarelli soll im Anschluss stattfinden. (flo)
Foto: Universal






