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Kultur

Brecht zieht

Das Brechtfestival vermeldet nach fünf Tagen einen ersten Besucherrekord...

Angesichts des Besucherandrangs beim diesjährigen Brechtfestival knallen im Kulturreferat die Korken. Von einem "Besucherrekord" spricht Pressebeauftragte Susanne Meierhenrich. "An den ersten fünf Festivaltagen nutzten rund 6000 Gäste das vielfältige Angebot. Nahezu alle Veranstaltungen waren schon im Vorfeld ausverkauft."

Die Eröffnung mit Burghart Klaußner am Freitag, 31.01., und das folgende Theaterwochenende beeindruckten selbst die in den letzten Jahren so kritische DAZ, bei der Brechtnacht bildeten sich teilweise lange Schlangen vor den Locations. Und sogar die für so manche Peinlichkeit bekannte Nina Hagen verzückte Berichten zufolge die tausend Gäste im Theater. Beim nachfolgenden Auftritt des Bandkollektivs Bonaparte (Foto) wurde dann sogar getanzt, auch wenn eine größtenteils recht altbackene Show der Marke "Electrorock-Stampf mit nackte Weiber", hierzulande gerne als "expressive Bühnenperformance" abgefeiert, Kollegen wie Kiss oder Alice Cooper als wahre Avantgardekünstler erscheinen ließ. (Okay, zugegeben, die Kostüme waren teilweise gar nicht schlecht, aber sowas haben Bands wie Porno for Pyros doch schon vor zwanzig Jahren gemacht...)

Musikalische Erlebnisse waren auf jeden Fall der Auftritt der neuen Augsburger Supergroup Fräulein Brecheisen in der Soho Stage, dicht gefolgt vom Freejazz-Massaker des Tarfala Trios. Über die an das berühmtberüchtigte "Tanzfest mit Heinz" im Sportkreisel erinnernde Aftershowparty im hellerleuchteten Theaterfoyer mit Turnhallenatmosphäre und Gin Tonic im Halbliterplastikkübel breiten wir lieber den Mantel des Schweigens.

Kultur- und Sportreferent Peter Grab lässt sich in seiner Begeisterung für das eigene Fest sowie nicht stören: "Unser Konzept ist schon jetzt voll aufgegangen. Dass das Festival bereits in den ersten Tagen so breiten Zuspruch gefunden hat, hat unsere Erwartungen sogar übertroffen." Das Brechtfestival 2014 läuft noch bis 10. Februar. (flo)

Foto: Christian Menkel, weitere Bilder: www.flickr.com/photos/neueszene

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