Bunte Vielfalt beim Mozartfeschtle 2018

Das Mozartfeschtle brachte die Musik direkt zu den Leuten

Am vergangenen Samstagabend, quasi als Mozart-Geburtstagsfeier, wurde die voll besetzte Maxklause zum musikalischen Schmelztiegel: Volksmusikanten, Jazzer, Musiker der Band Misuk, Operettensänger und die Streicher der Bayerischen Kammerphilharmonie gaben sich die Ehre. Am Ende jammten alle mit Initiatorin und Moderatorin Franziska Eimer gemeinsam und sorgten für ausgelassene Stimmung und johlende Gäste.
Den ganzen Sonntag über wurde mit Mozart geschwommen, gebacken, gesungen oder Eis gelaufen. Der Tag begann in Evangelisch Heilig Kreuz mit einem musikalischen Gottesdienst. Um 10 Uhr war der Kleine Goldene Saal voll belegt – mit Yoga-Matten! 70 Yogabegeisterte erlebten Hatha Yoga zu klassicher Musik im prachtvollen Barocksaal. Unterhaltsam war die Komponisten-Kochshow zur Mittagszeit, bei der drei Sänger der Staatsoperette Dresden herzhafte Rezepte in der Maxklause servierten – sowohl kulinarische als auch musikalische. Der Einladung von MEHR MUSIK! zu einer Schnitzeljagd auf Mozarts Spuren waren bei strahlendem Himmel 50 kleine und große Entdecker gefolgt und erlebten Mozarts Musik im Rathaus, im Hotel Drei Mohren, im Schaezlerpalais, dem Leopold Mozart Zentrum und St. Ulrich.

Tim Allhoff trat in der Heimatstadt auf

Einen eindrucksvollen Abschluss fand das Feschtle mit Tim Allhoffs Auftritt im Kleinen Goldenen Saal. „Dass ich jetzt hier spiele, wo ich zuletzt vor 20 Jahren als Stephaner bei den Cäcilien-Konzerten auf der Bühne war, ist etwas ganz besonderes für mich“, verriet der gefeierte Jazz-Pianist. Sein extrem energiegeladenes Spiel war zugleich intellektuell fordernd und emotional mitreissend: eine kraftvolle Symbiose, die den Konzertsaal in Bann schlug. Verstärkt wurde das Erlebnis durch von innen leuchtende abstrakte Klaviaturen, die Julien Kneuse Le Ray und Victor Kosebach eigens für das Konzert in den Saal gebaut hatten.
Die Idee, ein Mozartfeschtle für Alle zu machen, stammt von den beiden Mozart-Projektleitern der Stadt, Carmen Groll und Simon Pickel, die mit diesem aufwändigen Erlebnistag die „Mozartstadt“greifbar machen möchten und möglichst viele Augsburger mit klassischer Musik in Berührung bringen wollen: deshalb gab es Kammermusik in der Straßenbahn, Musik im Café oder Blechbläsersound im Curt Frenzel Stadion. Dieses Anliegen ist auch beim zweiten Mozartfeschtle gelungen, bei dem gut und gern 2000 Gäste ein kleines oder größeres Musik-Erlebnis mitgenommen haben. (pm/max)

Foto: Tim Allhoff im Kleinen Goldenen Saal, Bild: Christian Menkel

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