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Ein gutes Paar: Kongress und Modular

Trotz Sintflut: Das Modular 2013 war ein Riesenerfolg - und ganz nebenbei eine Riesenleistung des Veranstalterteams...

Man kann Pech haben als Veranstalter. Man kann aber auch irrsinniges Pech haben. Dass das Modularfestival 2013 trotz der Sintflut eine ziemlich gelungene Veranstaltung wurde, ist dem Veranstalterteam und nicht zuletzt der Location zu verdanken, die es ermöglichte, einen Großteil der Programmpunkte ins Kongresszentrum zu verlegen, während draußen das extra angeschaffte Zelt im Regen stand.

Natürlich gab es Ausfälle, darunter auch ein Teil des Kursprogramms des Downtown Music Institutes am Samstagnachmittag. Graffiti, BMX etc. waren ebenfalls nicht möglich und der ein oder andere kleinere Programmpunkt ging im Indoor-Trubel unter.

Für den Ottonormalfestivalbesucher dürfte sich indes nur wenig geändert haben – vorausgesetzt man kam rein, naturgemäß war drinnen die Kapazität deutlich begrenzt. Auffallend war wie letztes Jahr die trotz allem Aufwand gute Organisation und die sehr entspannte Stimmung vor und hinter den Bühnen. Kaum ein Act ließ es sich nehmen, Festival und Veranstalterteam ausgiebig zu loben und selbst Modular-Leiter Stefan Sieber wurde am Freitag am DJ-Pult gesichtet. Das wäre letztes Jahr wohl noch undenkbar gewesen und zeigt die mittlerweile eingekehrte Routine.

Während über die einzelnen Bands und Künstler die Meinungen selbstverständlich auseinandergehen: Das Spektrum war erfrischend weitgefasst und wie es sich für ein gutes Festival gehört, bekam man so auch Sachen zu sehen und zu hören , die eigentlich nicht auf der persönlichen Favoritenliste stehen. Mit zu den beeindruckendsten Auftritten gehörten übrigens lokale Acts, wie die drei Bands des Jahres am Freitag, Yellow Scoop, Adulescens und About An Author hintereinander, oder auch der spontane Jam der Augsburger Rapper Blindspot am Samstag im Foyer.

Vor den jetzt einsetzenden Diskussionen über Sinn und Unsinn des Festivals muss man allerdings wirklich Angst haben. Braucht die Stadt ein Jugendfestival? Muss das der Stadtjugendring machen? Muss es jährlich sein? Wahrscheinlich bringt auch noch irgendjemand das gerade so beliebte Thema Interkultur aufs Tablett...

Dass das Modular die letzten die Jahre ein Erfolg war, dürfte indes keiner bestreiten. Dass sich hier nun ein nahezu perfektes Veranstalterteam in einer ebenso passenden Location gefunden hat, auch nicht. Die vielen freiwilligen Helfer sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache, genauso wie vielen begeisterten (zum überwiegenden Teil jungen) Besucher. Wie viel von diesem Potential ins Jahr 2015 gerettet werden könnte, ist zumindest fraglich.

Fotos von Christian Menkel gibt's hier.

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