Kulturcafé NERUDA in Nöten

Wir sind Neruda

Bild: Der Freundeskreis und Unterstützer um Fikret Yakaboylu, die unter anderem die "Kültürtage" organisieren

Kulturcafé NERUDA in Nöten

Seit Herbst 2011 gibt es die Kultur- und Künstlerkneipe NERUDA in der Alten Gasse. Der Künstler Fikret Yakaboylu steht hinter der Idee des freien Kulturzentrums und hat viele Unterstützer gefunden. Nun ist das Kultur-Café aber in Gefahr und benötigt Hilfe...

Es war vor 10 Jahren, im Januar 2009, da wollte ein türkischstämmiger Künstler, den ich bei einer Veranstaltung der Heilerin Seyde Sag kennenlernte, in Augsburg nicht nur alleine in seinem Atelier malen, sondern mit anderen zusammenarbeiten, gestalten und musizieren – aber fand keine Location, in der das gestattet wurde. Die Idee vom eigenen Lokal, einem lebendigen Künstlertreff, war geboren... Bis zur Eröffnung des Neruda in der ehemaligen „Hermanns Musikkneipe“ in der „Alten Gasse“ vergingen aber noch zwei Jahre, im Herbst 2011 war es endlich soweit...

Künstler-Kneipe – Malen, Singen, Klavierspielen & Jam-Sessions
Fikret Yakaboylu hat viele Talente: Von Zeichnen und Malen bis zum Gestalten lebensbejahender Kunstobjekte – aber vor allem: Leute zusammenbringen und eine aktive und kreative Meute anführen. Er hat es in den vergangenen 9 Jahren geschafft, den Musikern in Augsburg eine Heimat zu geben, einen Ort zum Wohlfühlen mit Wohnzimmeratmosphäre – und außerdem mit Klavier, Gitarren und anderen Instrumenten vor Ort, einer kleinen Verstärkeranlage für Sänger und 30 Plätzen vor der kleinen Bühne – und nochmal 10 an der Bar. Als vorbildliches Kulturcafé hat das Neruda auch schon Auszeichnungen erhalten, u.a. den Zukunftspreis der Stadt Augsburg und den Pop-Preis ROY

Ein Biergarten fehlt – die Leute reden vor der Türe – Nachbarn beschweren sich.
Es ist schon eine Unverschämtheit, dass Menschen immer wieder ihre „Goschn“ aufreißen müssen – und dass auch noch beim Aufenthalt vor dem Lokal, zum Rauchen und auch zum „Fresh-air-snapping“, oder sie begrüßen und verabschieden sich... ;-)
Wissen die denn nicht: „Reden ist Silber, aber Schweigen ist Gold“. Nach diesem Motto soll künftig der Austausch von Gedanken und Ideen erfolgen – zumindest außerhalb des Neruda, denn es gibt Anwohner, die werden gestört dadurch und rufen die Polizei, das Ordnungsamt, das Marktamt, die Feuerwehr und alle weiteren Ämter an, um dem Geplapper ein Ende zu bereiten. Tatsächlich stehen die Behörden nun unter Druck und geben den Druck an Fikret Yakaboylu weiter. So wertvoll wie das Kulturcafé ist, wenn Anwohner berechtige Klagen haben, müssen die Behörden reagieren. So ist nun die Konzertveranstaltung eingeschränkt auf die tatsächlich genehmigte Zahl von 1 x im Monat... spontane Sessions von zufällig anwesenden Menschen sind aber davon ausgenommen. Und Musiker sind hier immer anwesend.

Das Neruda ist auch INTEGRATIONS-CAFÉ
Ständig hilft die Neruda-Familie - allen Menschen! So werden auch Deutschkurse von Freiwilligen durchgeführt, oder man kocht gemeinsam und lernt nebenbei ein wenig Deutsch. Gekocht wird vegetarisch und vegan, das kann dann jeder essen!


Wer will kann bei openPetition.de die Petition zur Unterstützung des Neruda unterzeichnen:
https://www.openpetition.de/petition/online/kulturcafe-neruda-in-augsburg-muss-weiterbestehen-2

Preise
Bier: 2,90
Wein: ab 3,50 für 0,2 L
Essen: vegetarisches und vegane Börek usw. auf Anfrage und wenn Lust und Zeit da ist.

Fazit:
Das Neruda ist eine unglaublich wichtige und wertvolle kulturelle Einrichtung geworden. Wenn diese Institution wegfällt, wäre die Stadt arm dran. Die Idee, die Menschen drumherum, das Team und die „Fan“-Gemeinde um Fikret sind wie eine wunderbare Familie geworden, die vollkommen offen und begeisternd mit der ganzen künstlerischen Gemeinde handelt und dabei ungemein wichtige Räume zur kulturellen Entfaltung bietet. Aber ich befürchte, dass dieses tolle Konzept mit seinen wunderbaren Menschen nun mittelfristig andere Räume braucht, um sich nicht nur weiter zu entfalten, sondern auch weiter zu entwickeln. Die Ämter und die Stadt Augsburg werden sicher dabei unterstützen – jetzt sind potentielle Vermieter und Mäzene gefragt mit Vorschlägen für neue Räume!

NERUDA
Alte Gasse 7
Täglich 19-1 Uhr, bei Bedarf auch länger
Fb: https://www.facebook.com/kulturcafe.neruda/

Woher kommt der Name NERUDA?
Pablo Neruda (1904-1973)
"Ja, ich liebe sie nicht mehr,
doch wie liebte ich sie, damals.
Zum Wind wurd meine Stimme,
um ihr Ohr zu berühren ...

Ja, ich liebe sie nicht,
oder liebe ich sie noch immer?
So kurz dauert die Liebe
und so lang das Vergessen."

Me arranca el alma ...

Pit Eberle

Rubrik: 
Magazingalerie: 
Fikret Yakoboylu in „seinem“ Sessel neben der Theke im Neruda; hier ist sein Stammplatz, der ihn das Lokal und die Theke überblicken lässt, hier liest und schreibt er Texte, Konzepte und Programme, wie etwa für die grandiosen „Kültürtage“.

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