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Won Song won contest
Das Ganze erinnert ein bisschen an Weltranglistentennisspieler, die von Turnier zu Turnier jetten, hier mal ein Auto abräumen, da mal "nur" eine Prämie: Die Gewinnerin des 9. Augsburger Violinwettbewerbs Leopold Mozart heißt Ji Won Song (Bildmitte), stammt aus Südkorea, lebt in den USA – und hat zum Beispiel im Oktober 2014 im chinesischen Qingdao 50.000 Dollar gewonnen. Da war sie 21 und ihr Debüt im Kennedy-Center in Washington schon fast zehn Jahre her. In Augsburg ist es nicht ganz so viel Geld aber immerhin 10.000 Euro und eine CD-Produktion.
Im Finale standen außerdem eine Landsfrau, Jae Hyeong Lee (23), und der erst siebzehnjährige Chinese Ziyu He. Warum besonders junge Asiaten so erfolgreich sind, erklärte der neue Leiter des Augsburger Mozartbüros, Simon Pickel, bereits im Vorfeld des Wettbewerbs in einem Interview mit a3-Kultur: "Die Asiaten haben eine unheimlich gute technische Ausbildung. Sie sind technisch schon sehr früh sehr reif. Ich glaube allerdings, dass in der europäischen Ausbildung mehr Wert auf das Musikalische, das Künstlerische gelegt wird und sich dieser Aspekt später mehr durchsetzt."
Am heutigen Freitag, 13.05., werden im Goldenen Saal die Auszeichnungen vergeben, am Samstag haben die drei Preisträger ihren großen Auftritt im Kongress am Park, begleitet vom Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Dirk Kaftan.
Wir gratulieren!
(flo)
Im Bild v.l.: Ziyu He, Ji Won Song, Jae Hyeong Lee (Foto: Christina Bleier)






