Fußballkunst zum Sammeln

Die Schweizer Tschutti-Heftli sind der Louvre unter den Fußballsammelalben.

Coole Idee: In der Tradition der legendären Panini-Sammelalben bieten die Schweizer "Tschutti-Heftli" schon seit 2008 die Kickerbilder als hochwertige Porträts internationaler Künstler.

Die deutsche Mannschaft in der aktuellen Ausgabe zur EM 2016 wurde von Maria Martin aus Würzburg porträtiert. Ihr schwierigster Kandidat war dabei ausgerechnet Pechvogel Marco Reus, der nicht nach Frankreich mitfährt: "Bei Marco Reus war es etwas schwieriger sein leicht asymmetrisches Gesicht zu zeichnen, ohne dass es anatomisch falsch wirkt", so die Illustratorin auf der Homepage der Tschutti-Heftli.

Die sechzigseitigen Hefte und insgesamt 365 Bilder kann man für 3,95 Euro bzw. 1,50 für zehn Sticker (zzgl. Versand) online bestellen oder in Augsburg an drei Verteilerstellen erwerben: Die Kulperhütte an der Wertach und das Café Viktor im Bismarckviertel sind die Treffpunkte für einheimische Tschutti-Fans, die schon ziemlich zahlreich sind, dazu kommt der Sportartikelshop "Die Fanbase" in der Citygalerie.

Der Luzerner Verein "tschutti heftli" gibt 2016 zum fünften Mal ein Sammelalbum heraus. Zur WM 2014 wurden in Deutschland und der Schweiz nach Angaben des Vereins rund 2,5 Millionen Sticker verkauft. Das Projekt ist nicht gewinnorientiert, sondern sieht die Sammelbilder "als Beitrag zur Fußballkultur jenseits von Mainstream und Kommerz". Pro verkaufte Stickertüte gehen neun Cents an das Kinderhilfswerk "Terre des hommes".
(flo)

Bild oben: Wayne Rooney von Luis Gomez-Lanza (London); unten: Reus, Pogba, Fabregas, Ibrahimovic (Fotos: Tschutti Heftli)

Rubrik: 
Magazingalerie: 

Weitere News zum Thema

tim verlängert „Amish Quilts meet Modern Art“

Verfasst von Neue Szene am 13.10.2020

Die erfolgreiche Ausstellung läuft jetzt bis ins neue Jahr ...

ARTram Wettbewerb der Stadtwerke Augsburg

Verfasst von Neue Szene am 01.10.2020

Straßenbahnen und Busse werden zur rollenden Kunst-Galerie ...

"WertArt" - Kunst an der Wertach

Verfasst von Neue Szene am 29.09.2020

Bis zum 11.10. gibts entlang der Wertach eine unkonventionelle Ausstellung