Fünf Ursachen, an denen Beziehungen scheitern

Fünf Ursachen, an denen Beziehungen scheitern

Immer mehr Paare trauen sich in Deutschland wieder ins Standesamt. Etwas mehr als 410.000 Ehen wurden 2016 geschlossen und damit 10.000 mehr als im Vorjahr. Dafür wurden im selben Jahr 39,6 Prozent geschieden - rund 160.000 Ehen.

Bevor eine Beziehung in die Brüche geht, gibt es üblicherweise zahlreiche Warnsignale, dass nicht alles zum Besten steht. Das fängt an mit dem so genannten „Micro Cheating“, dem Fremdgehen auf kleinster Ebene.

Das hat nichts mit physischer Untreue zu tun, aber wenn ein Partner häufig hinter dem Rücken des anderen auf Social Media mit einem Dritten in intensivem Kontakt ist, oder die Mittagspause oft mit derselben Person verbringt und dabei die Tatsache seiner Beziehung verschweigt, dann kann das ein Problem werden.

Heimlichkeiten insgesamt sind ein Risikofaktor, vor allem, wenn sie zur Gewohnheit werden. Wer ständig etwas vertuschen muss, riskiert es, seine Glaubwürdigkeit und das Vertrauen des Partners zu verlieren.

Stress ist ein zunehmender Faktor, was das Zerbrechen von Beziehungen betrifft. Das reicht vom Stress im Beruf, Überlastung, der Sorge um den Arbeitsplatz bis zu Ärger mit den Kindern, Konkurrenzdruck unter anderen Eltern bis hin zu Geldproblemen. Dagegen hilft nur eins: Ehrlichkeit. Wer seine Sorgen schweigend in sich hineinfrisst und den Partner gegen eine emotionale Wand prallen lässt, schafft eine Distanz, die sich nur schwer wieder verringern lässt.

Aussprechen kann auch bei der Lösungssuche helfen, und wenn es nur um eine andere Arbeitsaufteilung zu Hause geht. Nicht umsonst heißt es, in guten wie in schlechten Tagen.

Dazu gehört aber auch eine Gleichberechtigung der Partner. Kaum etwas ist beziehungsschädlicher als eine ungesunde Schieflage an Macht. Abhängigkeit, das Auftrumpfen mit Überlegenheit von Geld bis zu Bildung und das Unterminieren der anderen Person schafft ein Machtgerangel, das alles andere als beziehungsförderlich ist. Eine Partnerschaft sollte ein Miteinander sein und kein Wettbewerb.

Den anderen ignorieren, weil man entweder zu beschäftigt ist mit seiner Karriere oder den eigenen Interessen, kann ebenfalls zur Trennung führen. Wer den Partner als selbstverständlich nimmt oder es an gezeigter Wertschätzung fehlen lässt, kann irgendwann ein böses Erwachen erleben. In Ausnahmssituationen kann es sogar zu Extremfällen führen, selbst bei Promi-Paaren.

Ein Tipp für ein Wiederaufleben der Beziehung ist einen Wochenendtrip zu organisieren. In Zweisamkeit und ohne Ablenkungen, kann sich ganz neu kennengelernt werden. Verschiedenste Aktivitäten sollten gefunden werden, welchen beiden Partnern Spaß machen. Kompromisse eingehen ist das A&O einer Beziehung, dabei sollte aber auch darauf geachtet werden, dass dies von beiden getan wird.

Perfekt ist keine Beziehung. Kompromissbereitschaft und Abstriche gehören dazu, und Verständnis und Toleranz sollten ebenfalls mitgebracht werden. Doch alles hat seine Grenzen. Deshalb schadet es nie, von Zeit zu Zeit nicht nur den Partner mit kritischen Augen zu betrachten, sondern auch das eigene Verhalten unter die Lupe zu nehmen.

Kommunikation ist das Zauberwort. Sogar ein lauter Streit kann besser sein als hilfloses Schweigen, und gemeinsame Unternehmungen heißen nicht, dass einem der komplette Freiraum weggenommen wird.

(pm / pit)
Foto: depositphotos.com / Kzenon

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