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„Frieden bewahren“

Das Augsburger Friedensfest 2025 erinnert an den Bosnienkrieg und seine Folgen

▪ Drittes Themenfeld im Jubiläumsprogramm zum 375. Augsburger Friedensfest
▪ „Frieden bewahren“ vom 6. bis 20. Juli
▪ 30 Jahre nach Dayton (Partnerstadt Augsburgs) stehen Vergangenheit und Gegenwart der Balkanregion im Mittelpunkt
▪ Ausstellungen, Literatur, Gespräche, Begegnungen und Diskurs
▪ Informationen auf www.friedensfest-augsburg.de

2025 steht das Augsburger Hohe Friedensfest unter dem Zeichen historischer Gedenktage: 80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs, 30 Jahre Friedensabkommen von Dayton und das 375. Jubiläum des Friedensfests selbst. Zwischen dem 6. und 20. Juli widmet sich das Jubiläumsprogramm unter dem Titel „Frieden bewahren“ insbesondere den Erinnerungen an den Bosnienkrieg, seine Folgen im ehemaligen Jugoslawien sowie seinen Nachwirkungen in Deutschland.

„Frieden bewahren“ ist der dritte Themenschwerpunkt des Programms „Frieden riskieren!“ Künstlerinnen aus Südosteuropa und der Region, Kulturschaffende aus der Diaspora sowie Bürgerinnen aus der Augsburger Community bringen ihre Perspektiven auf ein Kapitel europäischer Geschichte ein, das in der Öffentlichkeit zunehmend in Vergessenheit gerät.

Vernissagen im Stundentakt: Vielfältiger Auftakt am 6. Juli
Der Sonntag, 6. Juli, markiert den Auftakt mit drei Ausstellungen, die sich aus verschiedenen künstlerischen Blickwinkeln mit Krieg, Erinnerung, Umwelt und Identität auseinandersetzen:
• 15 Uhr: „Toxic Aesthetics“ – Fotografien von Sebastian Bühler über Umweltzerstörung im Kosovo und Nordmazedonien (AWHU Space, Schmiedberg 1)
• 17 Uhr: „Kolo – Kettentanz der Südslawen“ – Eine multimediale Ausstellung von Alisa Kremer Korać zur kulturellen Identität Ex-Jugoslawiens (Galerie Pangäa)
• 19 Uhr: „Erinnerung im Wandel – Artists in Exchange“ – Kunst im Dialog zwischen Bosnien und Augsburg über individuelle und kollektive Erinnerung (Schöne Felder e.V.)
Am Montag, 7. Juli, folgt die Eröffnung der Ausstellung „Frauen geben Frieden ein Gesicht“ in der Stadtbücherei Augsburg. In Kooperation mit der Frauenfriedensbewegung „Mir sa ženskim licem“ werden 20 eindrucksvolle Porträts von Frauen gezeigt, die den Friedensprozess nach dem Krieg in Bosnien mitgestaltet haben – einige von ihnen sind zur Ausstellungseröffnung anwesend.

Diskurse, Musik und Begegnung: Erinnerung braucht Stimmen
Anlässlich des internationalen Tags der Besinnung und des Gedenkens an den Völkermord von 1995 in Srebrenica veranstalten das Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg und die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit gemeinsam mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg und dem Bukowina Institut am Freitag, 11. Juli, ein moderiertes Mehr-Generationen-Gespräch mit dem Titel „11 weiße Blütenblätter“ im Augustanasaal, Im Annahof 4. Überlebende und Nachfahren des Völkermords von Srebrenica berichten aus persönlicher und historischer Perspektive. Ein Impulsvortrag der Historikerin PD Dr. Daniela Simon ergänzt den Austausch.

Am Samstag, 12. Juli, verbindet sich das Friedensfest mit dem Augsburger Jazzsommer: In „Fundamental Interactions“ bringt die international gefeierte Sängerin Jelena Kuljić gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern und Texten aus dem ehemaligen Jugoslawien poetische Reflexionen über Krieg, Migration und Identität auf die Bühne des Zeughauses.

Auch das „Running Dinner der Religionen“ (Sonntag, 13. Juli, Islamisches Forum Augsburg) führt verschiedene südosteuropäische Religionsgemeinschaften kulinarisch und kulturell zusammen – in einem interreligiösen Drei-Gänge-Menü, das Einblicke in die spirituelle Vielfalt gibt.

Am Montag, 14. Juli, diskutiert der Sozialpsychologe Prof. Dr. Rolf Pohl in einem hochaktuellen Abendgespräch im Pavillon im Klostergarten St. Stephan die
Zusammenhänge von Männlichkeitsbildern und Gewalt, mit besonderem Blick auf die systematische sexualisierte Gewalt während des Bosnienkriegs.

Lange Nacht, große Fragen: Literatur, Theater und Engagement
Am Mittwoch, 16. Juli, lädt die „Lange Nacht der Augsburger Gespräche“ ins Sensemble Theater: Autorinnen, Musikerinnen und Theaterschaffende wie Jelena Kuljić, Adisa Bašić, Alida Bremer, Marko Dinić und Clemens Meyer diskutieren künstlerisch und politisch. 30 Jahre nach dem Abkommen von Dayton, der Partnerstadt Augsburgs, wird gefragt: Welche Auswirkungen hatte der Zerfall des Vielvölkerstaates auf das gesellschaftspolitische Selbstverständnis des Landes? Welche Folgen haben Flucht und Vertreibung und wie prägen diese die deutsche Gesellschaft seit Mitte der 1990er Jahre? Welche Idee von Europa wurde seitdem entwickelt? Die Veranstaltung wird live von Bayern 2 übertragen.

Singen für den Frieden: Die Augsburger Chornacht kehrt zurück
Am Samstag, 19. Juli, findet zum zweiten Mal die Augsburger Chornacht statt. Chöre aus der Stadt und Region füllen Innenhöfe und Plätze mit Klang. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Friedenschor auf dem Rathausplatz – ein musikalisches Zeichen für Zusammenhalt und Verständigung.

Viele weitere Veranstaltungen sind im gedruckten Programmheft oder online auf friedensfest-augsburg.de zu entdecken. Der vierte und letzte Teil des Augsburger Friedensfestes 2025 unter dem Titel „Frieden feiern“ findet vom 1. bis 8. August statt.

Änderungen im Vergleich zum Programmheft:
• Die Ausstellung „Where lies Hope“ entfällt.
• Die Lesung: „Wie schreibt man Bomben“ mit Tijan Sila am 17. Juli entfällt, ebenso seine Beteiligung bei den Augsburger Gesprächen.

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