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Der Abriss alter Villen in Augsburg droht

Offener Brief der "Initiative Bismarckviertel" an OBin Eva Weber

Aktuell und sehr dringend weist die "Initiavtive Bismarckviertel" darauf hin, dass in Augsburg der Abriss zweier Stadtvillen durch ihre jeweiligen Besitzer geplant ist. Zum einen in der Augsburger Gartenstadt Thelottviertel, die von Sebastian Buchegger und Heinrich Sturzenecker geplante Direktoren-Villa von 1911/1912 an der Perzheimstr. 36. um andern die Diesel-Villa im Augsburger Bismarckviertel Hochfeldstr. 15 erbaut 1902 durch Jack und Wanner für Hermann Diesel. Beide Gebäude sind in ihrer Art und in Verbindung mit einem Großbaum (Rotbuch) prägend für die jeweilige Viertelstruktur. Die Stadt agiert hilflos und verweist auf Handlungsunfähigkeit.

Etliche Anfragen an die Politik und die Verwaltung blieben unbeantwortet. Auch die Stiftung Buchegger hat sich seit Wochen nicht dazu geäußert, dass ein prägnantes Gebäude ihres Stifters unwiederbringlich abgerissen werden soll. Der gute Zustand vor 2009 wird von unabhängigen Zeugen bestätigt.

Jetzt wendet sich die Initiative mit einem offenen Brief an die Oberbürgermeisterin der Stadt Augsburg Frau Eva Weber. Verbunden mit der dringenden Forderung um eine Stellungnahme. Anbei das Anschreiben an Frau Weber, die Fraktionen, Referate und die Presse:

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Weber,
Sehr geehrte Fraktionen und Stadträtinnen und Stadträte der Stadt Augsburg,

Sehr geehrte Damen und Herren des Baureferats der Stadt Augsburg,
Sehr geehrte Damen und Herren der Referate,

Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,

wir haben bereits die Fraktionen und die entsprechenden Bereiche in der Stadt Augsburg über die aktuelle und dringliche Lage der beiden Stadtvillen Hochfeldstraße 15 und Perzheimstraße 36 und die zugehörigen Großbäume (Rotbuchen) informiert. Wir befürchten, dass erneut Tatsachen geschaffen und auch diese Gebäude und Bäume unwiederbringlich abgerissen und abgeholzt werden.

Aufgrund dieser Situation setzen wir uns für Erhaltungssatzungen für die Stadt Augsburg, eine nachhaltige (ökologisch, ökonomisch und soziale) Stadtentwicklungsvision sowie einen aktiven Baumschutz ein. Wir wünschen uns, dass die UNESCO-Stadt Augsburg ein Benchmark für nachhaltige Stadtentwicklung und Stadtleben auf der Basis ihres bereits vorhanden Gebäudebestands wird.

Darüber hinaus haben wir um eine Vision und Stellungnahme zu den aktuellen Themen und der nachhaltigen Stadtentwicklung gebeten. Dabei geht es uns nicht nur um die Erhaltungssatzungen für die Stadt Augsburg, sondern vielmehr um ökologisch, ökonomisch und soziale Gestaltung mit positivem Entwicklungspotential für das Leben der Stadtgesellschaft.

Bei aktuellen Bauprojekten fehlt es an der Umsetzung von Zukunftsthemen. Darüber hinaus fügt sich die Architektur der letzten Bauprojekte in der Stadt Augsburg häufig nicht in unser Stadtbild ein. Viele Bestandsgebäude werden abgerissen, ohne dass nachhaltige Bebauungskonzepte vorliegen. Viele Bäume werden gefällt und neue Grünflächen sind aufs Minimum geplant. Dabei ist die Bepflanzung nicht für den kommenden Klimawandel geeignet.

Leider sind die Rückmeldungen zu unseren Anfragen bis dato eher dürftig.
Ihre schriftlichen Rückmeldungen, Ideenpapiere oder auch ausformulierte Visionen erwarten wir zeitnah.

Eine gemeinsame und nachhaltige Gestaltung und Vision für Augsburg ist für uns Alle wünschenswert.

Ihre Initiative Bismarckviertel
www.openpetition.de/!lqcvr

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