#Hochfeld15 - Geschichte im Quartier für die Zukunft bewahren

#Hochfeld15 - Geschichte im Quartier für die Zukunft bewahren

Im Bismarckviertel soll eine alte Jugendstilvilla in der Hochfeldstraße 15 für einen Neubau zum Opfer fallen. Dieses Bauvorhaben stößt auf großen Widerstand. Bewohner und Gewerbetreibende des Bismackviertels wenden sich mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit:

Offener Brief
• Für den Erhalt der Diesel-Villa sowie der ca. 100 Jahre alten geschützten Rotbuche
• Für eine dem Viertel angepasste Gestaltung bei zukünftigen Neubauten
• Wir unterstützen den Vorschlag unseres Baureferenten Gerd Merkle für das gesamte Bismarckviertel eine Erhaltungssatzung zu beschließen

Als Anwohnende und Gewerbetreibende des Bismarckviertels möchten wir darauf aufmerksam machen, dass immer mehr alte Gebäude für größere einheitliche Neubauten Platz machen müssen, die nicht den Charakter des Viertels widerspiegeln. Wir möchten für das architektonische Erbe unserer Stadt und die Wichtigkeit städtischer Begrünung – auch im Hinblick auf die Herausforderung des Klimawandels – sensibilisieren. Gebäude geben Sicherheit, sie stiften Identität. Wenn diese aus den Stadtteilen verschwinden, dauert es lange, diese Identitäten wieder aufzubauen. Dafür braucht es eine ressourcenschonende und nachhaltige Stadtentwicklung und eine gute, qualitätsvolle Architektur. Eine Architektur, bei der der Mensch, die Natur und der Charakter eines Viertels im Vordergrund stehen.

Das Bismarckviertel ist ein beliebter Wohnort. Hier lassen sich mittlerweile höchste Mieten und Verkaufspreise erzielen. Dies hat zur Folge, dass gerade in diesen Gebieten der Druck auf die Parzellen steigt. In den offen bebauten Arealen lassen sich zudem viel leichter als bei geschlossenen Häuserzeilen einzelne Bauwerke abreißen und durch Neubauten mit größerer Kubatur und Flachdach auf Firsthöhe der Alt bauten ersetzen. Dieser kommerzielle Druck wirkt auch auf Gebäude wie das in der Hochfeldstraße 15. Aus diesem Grund begrüßen wir den Vorschlag unseres Baureferenten Gerd Merkle für das gesamte Bismarckviertel eine Erhaltungssatzung zu beschließen und diese auch für andere Viertel in Augsburg mitzudenken. Wir fordern bei der Hochfeldstraße einen Bebauungsplan auf Basis des Altbestands. Zudem fordern wir eine unbedingte Erhaltung der geschützten alten Rotbuche und Prüfung dieser während des gesamten Bauvorhabens.

Gisela Barth
Familie Bachl
Doris Baur
Familie Demirbas
Familie Fuchs
Familie Heiß
Familie Hüttenmüller
Familie Kamm
Daniel Karrasch
David Kochs
Familie Krebs
Christiane Lembert-Dobler
Ute und Jürgen Neumann
Werner Petrak
Ilka Puskas
Christoph Sauter
Manuel Schill
Erwin Schletterer
Familie Schloemer
Familie Thaler

sowie
Andrea Huber (Café Malzeit)
Marlene Kröhnert (Bastelkiosk)
Benjamin Mitschele (Alte Liebe)
Antonio Moreno (Sprachschule für Spanisch)
Gabriele Obermeier (Samobie)
Mona Ridder (Café Lokalhelden)
Annette Schaupp (Blumen Schaupp)
Uli Scheffler (Weinhandlung Scheffler)
Walter Sianos (Neue Szene)
Sabine Ulmen (Trautz und Salmen)

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