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Klimaaktivist*innen verschenken gestohlenes Essen
Klimaaktivist*innen verschenken gestohlenes Essen: Essen-Retten-Aktion
Am Dienstag, den 3.5.2022 verschenken Aktivist*innen ab 15:30 Uhr gerettete Lebensmittel vor dem Klimacamp am Moritzplatz. In den vergangenen Monaten sorgte diese Art Aktion bereits in Nürnberg für Aufsehen, wo deswegen Jesuitenpater Jörg Alt polizeilich vernommen wurde. Jetzt bringen die Aktivist*innen dieses Konzept auch nach Augsburg.
Die verschenkten Lebensmittel wurden von den Aktivist*innen in den Nächten zuvor aus Mülltonnen von Supermärkten in Augsburg gerettet. Wer sich hierbei erwischen lässt, kann wegen Diebstahl oder sogar schwerem Diebstahl strafrechtlich verfolgt werden. „Trotz des Risikos strafrechtlich verfolgt zu werden gehen wir containern. Wir können nicht tatenlos mit ansehen, dass gute Lebensmittel im Müll landen anstatt gegessen zu werden“, so Charlotte Lauter (19).
„Supermärkte werfen Unmengen guter Lebensmittel weg“, so Lauter. „Diese unnötig produzierten Lebensmittel verursachen trotzdem CO2-Emissionen in ihrer Herstellung. Wenn es in Deutschland wie in Frankreich ein Gesetz gegen unternehmerische Lebensmittelverschwendung gäbe, könnte Deutschland ganz leicht CO2-Emissionen einsparen!“, erklärt Lauter ihr Engagement. „Wir fragen uns, wieso es in Deutschland nicht lange schon so ein Gesetz gibt. Es entspricht doch ganz unserer Erziehung, gutes Essen nicht wegzuwerfen, und würde der Bundesrepublik auch keinerlei Kosten verursachen.“
Foto: Neue Szene






