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Kraftstoff: Der größte Hebel im Fuhrpark

Fuhrparkkosten machen in der Regel 30 bis 40 Prozent der Gesamtbetriebskosten aus, wobei Kraftstoff den größten Einzelposten darstellt. Wer hier keine Kontrolle hat, verliert täglich Geld – ohne es zu merken.

Ein bewährtes Werkzeug zur Kraftstoffkostenkontrolle ist die Tankkarte. Sie schafft Transparenz über jeden Tankvorgang, ermöglicht eine zentrale Abrechnung und schließt Missbrauch durch Zuordnung zu Fahrzeug oder Fahrer wirksam aus. Eine Tankkarte für Firmen liefert zudem die Datenbasis, die Flottenmanager brauchen, um Verbrauch gezielt zu analysieren und Einsparpotenziale sichtbar zu machen.

Flottenmanager sehen es als Wettbewerbsvorteil, Betriebskosten zu senken – vor allem Sprit, Leerlaufzeiten und ineffiziente Routen. Steigende Fuhrparkkosten entstehen häufig durch viele kleine, unbemerkte Ineffizienzen.

Fahrstil und Schulung: Unterschätztes Sparpotenzial

Es ist wichtig, dass Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer sich einen achtsamen Fahrstil angewöhnen. Dadurch wird nicht nur Treibstoff eingespart und der Verschleiß minimiert, sondern auch die Sicherheit erhöht. Ausgebildete Fachkräfte kennen die Grundregeln des kraftstoffsparenden Fahrverhaltens, weil sie das nötige theoretische Grundwissen mitbringen.

Regelmäßige Fahrertrainings sind keine Formalität – sie sind eine Investition mit messbarem Return. Wer in einer Branche mit Fachkräftemangel zudem in Schulungen investiert, signalisiert Wertschätzung. Wer in Schulungen investiert, signalisiert: Wir nehmen euch ernst. Das bindet Mitarbeitende und senkt die Fluktuation, was wiederum Recruiting-Kosten spart.

Telematik und Routenoptimierung

Flottenmanagement ohne Telematik ist im Jahr 2026 wie Buchhaltung ohne Taschenrechner: theoretisch möglich, praktisch fahrlässig. GPS-basierte Fahrzeugortung zeigt nicht nur, wo sich ein Fahrzeug befindet. Sie liefert Daten über Standzeiten, Motorlaufzeiten im Leerlauf, Geschwindigkeitsprofile und Tankvorgänge. Wenn ein Lkw im Schnitt 45 Minuten pro Tag im Stand mit laufendem Motor verbringt, entstehen pro Jahr mehrere Tausend Euro unnötige Kraftstoffkosten. Telematik macht dieses Problem sichtbar.

Leasing versus Kauf: Flexibilität einplanen

Lohnt es sich, alle Fahrzeuge selbst zu besitzen? Die Antwort hängt vom Auslastungsgrad ab. Ein Fahrzeug, das an mehr als 40 Tagen im Jahr steht, kostet Geld, ohne Umsatz zu generieren. Gerade saisonale Schwankungen lassen sich durch flexible Mietmodelle abfedern. Auch Full-Service-Leasing, bei dem Wartung und Reifenmanagement inklusive sind, reduziert die Fixkosten und macht die monatlichen Ausgaben planbarer.

Systematisch statt sporadisch

Intelligente Kosteneinsparungen im Flottenmanagement entstehen nicht durch spontane Kürzungen, sondern durch eine systematische Analyse und Verfolgung der Kostenstruktur. Einen guten Einstieg in die Grundlagen moderner Fuhrparkverwaltung bietet das Bundesamt für Güterverkehr, das regelmäßig aktuelle Marktberichte und Orientierungshilfen für gewerbliche Flottenbetreiber veröffentlicht.

Wer Kraftstoffkosten, Fahrstil, Telematik und Fahrzeugstrategie gemeinsam denkt, schafft die Basis für einen Fuhrpark, der nicht nur läuft – sondern rentabel läuft.


 

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