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LEW: Zukunft braucht Herkunft

Neues Buch erzählt die Entwicklung der Lechwerke und der Energieversorgung in Bayerisch-Schwaben

• Neumann & Kamp, München, schließen historische Studie ab
• Regionalgeschichtlich bedeutende Bestände im Unternehmensarchiv erschlossen

Mit dem Buch „Strom für Bayerisch-Schwaben. Die Geschichte der Lechwerke“ liegt nun eine fundierte und zugleich spannende Chronik von über 120 Jahren technischer und gesellschaftlicher Entwicklung in der Region vor.

Von den Anfängen der Stromerzeugung in Gersthofen über den Ausbau der Wasserkraftwerke und der Netzinfrastruktur bis hin zur Energiewende bietet das Buch einen tiefen Einblick in die Geschichte der Energieversorgung. Ein wichtiger Schwerpunkt des Buches liegt auf der NS-Zeit und dem Einsatz von Zwangsarbeitern im Unternehmen während des Zweiten Weltkrieges.

Unternehmensarchiv als Basis
Grundlage für das Buch war das Unternehmensarchiv der Lechwerke. Dort wurde in den vergangenen Jahren systematisch historisches Material erschlossen, welches nun zusätzliche Einblicke in die Regionalgeschichte ermöglicht. Der umfangreiche Bestand an Dokumenten, Bildern und Exponaten steht in Zukunft der wissenschaftlichen Nutzung offen.

„Seit mehr als 120 Jahren versorgen wir die Region mit Strom. Vieles, was uns heute als LEW ausmacht, lässt sich eindrucksvoll aus den zahlreichen Meilensteinen vergangener Epochen ableiten – nicht zuletzt unser heutiges Leitbild: grün, regional, digital,“ sagt LEW-Vorstand Dietrich Gemmel.

Die Lechwerke beauftragten den auf Unternehmenshistorien spezialisierten Dienstleister Neumann & Kamp mit der Erstellung einer Unternehmensgeschichte in Buchform nach wissenschaftlichen Standards. Das 328 Seiten starke Werk der Autoren Lukas Wollscheid, Katharina Roth und Matthias Georgi, erschienen im Verlag Friedrich Pustet, zeichnet nicht nur den Weg der Elektrifizierung in Bayerisch-Schwaben nach, sondern bettet die Unternehmensgeschichte der Lechwerke in einen breiten wirtschafts-, politik- und sozialgeschichtlichen Kontext ein.

Wie kocht man „elektrisch“?
So stießen die Autoren bei ihren Recherchen immer wieder auf kleine und große Geschichten, die sowohl das Verständnis für vergangene Epochen schärfen als auch ein modernes Publikum mit dem Wissen von heute zum Schmunzeln bringen dürften.

„Was für uns als Historiker zum Beispiel völlig neu war, woran sich aber vielleicht noch einige ältere Menschen in Bayerisch-Schwaben erinnern können, sind die LEW-Busse, die auf Marktplätzen zeigen sollten, wie man überhaupt elektrisch kochen kann“, erinnert sich Autor Dr. Matthias Georgi.

Zukunft braucht Herkunft
Bisher gab es nur vereinzelte Studien zur Geschichte der Lechwerke, etwa zur Elektrifizierung Bayerisch-Schwabens zwischen 1945 und 1970 oder zur Partnerschaft zwischen LEW und dem Elektrohandwerk. Mit der von Neumann & Kamp veröffentlichten Chronik liegt nun eine umfassende Gesamtdarstellung von der Unternehmensgründung bis in die Gegenwart vor.

„Wir verstehen unsere Geschichte als Auftrag, auch in Zukunft durch innovatives Denken und nachhaltiges Handeln die Menschen für unsere Lösungen zu begeistern und mit unserer Erfahrung und wirtschaftlichen Stabilität zum Wohle der Region beizutragen.“ sagt LEW-Vorstandsmitglied Christian Barr.

Bildunterschrift:
Die LEW-Vorstände Christian Barr (l.) und Dietrich Gemmel (r.) mit den Autoren Matthias Georgi (2.v.l.) und Katharina Roth von der auf Unternehmenshistorien spezialisierten Agentur Neumann & Kamp bei der Vorstellung der Geschichte der Lechwerke.

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