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Ohne Bahn kein Birr

Der Lokführerstreik lässt grüßen: Der Berliner Kabarettist Tilman Birr hat seinen Auftritt in der Mühle abgesagt. Wir haben ihn in der Bundeshauptstadt erreicht...

Während sich die Fernbusunternehmen wegen des Lokführerstreiks auf Rekordumsätze freuen, dürfte GdL-Chef Claus Weselsky zurzeit der mit Abstand meistgehasste Mann Deutschlands sein. Eine erste Folge hat die fünftägige Arbeitsniederlegung auch schon für die Augsburger Abendgestaltung: Das Gastspiel des Berliner Kabarettisten Tilman Birr am Donnerstag, 06.11., in der Kresslesmühle wurde abgesagt und es steht zu befürchten, dass da noch mehr kommt. Wir haben kurz in die Bundeshauptstadt durchgefunkt.

Neue Szene: Eigentlich müsste man als Kabarettist doch frohlocken, wenn die geplagten Arbeitnehmer ihren privatisierten Chefs endlich mal den Mittelfinger zeigen, oder, Herr Birr?
Tilman Birr: Ich habe einen unschätzbaren Vorteil gegenüber einem Politiker: Ich darf sagen, dass ich von etwas keine Ahnung habe. Dazu gehört Gewerkschaftspolitik. Herzlichen Glückwunsch jedenfalls der GdL zu ihrer Macht, die es ihr erlaubt, ein halbes Land hysterisch zu machen. Die Immobilienmakler hatten ja vor ein paar Wochen auch kurz überlegt zu streiken. Das hätte uns alle natürlich hart getroffen: Welchem Türaufschließer soll ich denn dann meine zwei Monatsmieten Provision bezahlen? Schlimmer wäre wohl nur ein Streik der Fußgängerzonenakkordeonspieler. Und: schade, liebes Augsburg. Ich hoffe aber, wir sehen uns bald mal wieder!
(flo)

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