Positives Resümee der Augsburger Kurzfilmtage

Positives Resümee der Augsburger Kurzfilmtage

Am Samstagabend gingen um Mitternacht die Augsburger Kurzfilmtage im Liliom Kino zu Ende. Von Donnerstag bis Samstag wurden genau 50 Kurzfilme (Neuheiten, Klassiker und lokale Werke) gezeigt.

Gewinnerfilm Lokal

Im Lokal-Programm ermittelte die Lokal-Jury den Gewinnerfilm "Still Leben" des Augsburger Filmemachers Kai Sitter. Der mit 250 Euro dotierte Hauptpreis wurde vom Produzenten Seren Sahin entgegengenommen. Still Leben zeigt die letzten Schritte im Leben eines Mannes (Schauspieler: Stefan Murr), der die Welt und seine Existenz am Abgrund sieht. Er begibt sich auf eine intensive Reise, von der er weiß, dass es kein Zurück gibt. Dabei trifft er auf einen Mann, der ihm hilft, seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Die Jury hatte die besonders die ästhetisch hohe Qualität und sichere Inszenierung des Films überzeugt.

Mit dem 2. Platz wurde die Augsburger Kurzfilm-Produktion "Together" vom Team des Kültürvereins e.V. ausgezeichnet und mit 100 Euro Preisgeld und einer leckeren Craft-Beer-Auswahl der Brauerei Riegele beschenkt. Together ist eine Integrationsgeschichte, die von einem Mann handelt, der am Augsburger Hauptbahnhof ankommt. Er spricht ohne Deutschkenntnisse eine ältere Frau an und ein „Roadmovie“ durch Augsburg beginnt… Die Jury hatte hier das Improvisationstalent der Laiendarsteller und die wichtige Botschaft (Zusammenhalt und Solidarität) überzeugt. Auch der neue Dokumentarfilm über den König von Augsburg vom Augsburger Filmstudenten Erik Hartmann fand unter Anwesenheit des Königs am Samstag Abend regen Anklang beim Publikum, wurde von der Lokal-Jury lobend erwähnt und wird im Best-Of-Screening der Kurzfilmtage dann nochmals zu sehen sein.

Gewinnerfilm International

Das Publikum wählte in drei Kurzfilmprogrammen den Gewinnerfilm International:
1. Platz: Watu Wote (Note 1,16) von Regisseurin Katja Benrath – Ein bewegender Kurzspielfilm, der in Kenia die Spannungen zwischen Christen und Muslimen thematisiert.
2. Platz: Omnibus (Note 1,33) – Ein humorvoller Kurzfilmklassiker über einen Mann, der sich im falschen Zug befindet...
3. Platz: Herman the German (Note 1,39) – Eine bissige Satire über das Deutschtum mit dem Schauspieler Gustav Peter Wöhler in der Hauptrolle

Im Herbst 2019 wird es ein weiteres Kurzfilmwochenende im Liliom geben, bei dem neue lokale und internationale Werke gezeigt werden. (pm/vk)

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