Trockene Augen: Ursachen, Symptome, Folgen

Trockene Augen: Ursachen, Symptome, Folgen

Manche Menschen kennen es überhaupt nicht und hören es nur hin und wieder von anderen, dass über trockene Augen geklagt wird. Wer es noch nicht selbst einmal erlebt hat, kann es wohl kaum nachvollziehen, wie sehr man darunter leiden kann. Denn irgendwie hört es sich ja auch recht trivial an, wenn von trockenen Augen die Rede ist. So wirkt es auf Außenstehende eher wie eine einfache Störung der Befindlichkeit und man könnte sogar als Betroffener am Anfang dazu neigen, dieses Problem zu verharmlosen. Beruhigend zu wissen ist aber dabei, dass es bei diesem Phänomen nur sehr selten zu schwereren Folgen kommen kann.

Es kann jedoch ratsam sein, bei bestimmten Anzeichen zu einem Arzt zu gehen. Das kann der Fall sein, wenn zum Beispiel die Augen gerötet sind, diese schmerzen oder man sogar an Sehschärfe verliert. Meistens lassen sich solche Beschwerden leicht lindern, weil die Ärzte immer besser in der Lage sind, die Ursachen zu begreifen.

Nicht immer bedeutet rote Augen auch trockene Augen

Nicht immer (jedoch schon oft) ist ein rotes Auge ein trockenes Auge. Es könnte sich aber auch um eine Bindehautentzündung oder eine Reizung handeln. Wer unter Augenschmerzen und /oder Sehstörungen leidet, sollte sofort zu einem Augenarzt gehen. Dr. med. (H) Richard Nagy vom Lux Augenzentrum ist zum Beispiel ein auf trockene Augen spezialisierter Augenarzt, der schnell herausfinden kann, mit was für einer Art von Erkrankung man es konkret zu tun hat.

Die möglichen Ursachen für trockene Augen

Wenn es sich um trockene Augen handelt, ist häufig die Menge oder die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit nicht ganz in Ordnung. Die Augenoberfläche wird dann nicht mehr genügend mit Feuchtigkeit benetzt. Es kann dann sein, dass vielleicht die gesamte Menge an Tränenflüssigkeit zu gering ist oder dass ein bestimmter Bestandteil des Tränenfilms nicht mehr in ausreichender Form produziert wird. Das könnte dazu führen, dass Menschen ein regelrechtes Fremdkörper-Gefühl haben oder die Augen jucken sowie brennen und es auch zu Augenschmerzen kommen kann. In diesem Zusammenhang wird dann auch von einem sogenannten Sicca-Syndrom gesprochen.

Die Ursachen dafür können dabei vielfältig sein. Manchmal sind es beispielsweise die sogenannten Umgebungsfaktoren. Eine Arbeit am Computer oder die trockene Raumluft gehören dazu. Es kann aber auch sein, dass es sich um Körper-innere Faktoren handelt. Dazu können einige Erkrankungen zählen, aber auch eine Schwangerschaft, die Wechseljahre oder einfach das Alter.

Zu trockene Raumluft und die Computerarbeit

Zu einer zu trockenen Raumluft kommt es besonders im Winter. Dazu kann aber auch eine Klimaanlagen negativ beitragen. Es kommt dann zu einer erhöhten Verdunstung des Tränenfilms in den Augen. Andere Einflüsse wie Zugluft, Umweltbelastungen, Tabakrauch, und sogar der Aufenthalt in Flugzeugen steigert die Verdunstung der Tränenflüssigkeit. Ggf. kann sich auch Pollenflug negativ auswirken. Sehr häufig ist ebenso die Arbeit am Computer eine Ursache für trockene Augen. Hier liegt es an der intensiven Arbeit am Bildschirm. Es kommt dabei zu einem verminderten Schlagen der Lider, was wiederum für eine Störung des Tränenfilms sorgt.

Die Auswirkungen von Medikamenten und Kontaktlinsen

Es gibt einige Medikamente, dass können zum Beispiel Betablocker, Antihistaminika, Östrogene, Anticholinergika oder auch Antidepressiva sein, die in den Prozess der Tränenproduktion eingreifen. Das kann dann wiederum trockene Augen zur Folge haben oder das Symptom verstärken. Wer vielleicht gefäßverengende Augentropfen verwendet, (das sind Tropfen gegen rote Augen), kann auch mit solch einem Effekt rechnen. Recht ähnlich sieht es auch bei der Verwendung von weichen Kontaktlinsen aus. Hier passiert es dadurch, dass die Oberfläche der Kontaktlinsen austrocknet und die Linsen dann die Feuchtigkeit aus der Tränenflüssigkeit „nachsaugen“.

Schwangerschaft, Wechseljahre und wenn das Alter zunimmt

Im zunehmenden Alter ist es so, dass die Produktion der Tränenflüssigkeit etwas abnimmt. Deswegen kommt das Sicca-Syndrom stärker bei älteren Personen vor. Ein weiterer Grund für zu trockene Augen können auch Hormonschwankungen sein. Wer also eine Hormonersatztherapie (Östrogen) macht oder eine Hormonumstellungen in der Schwangerschaft und in den Wechseljahren erfährt, kann auch erleben, dass dadurch die Entstehung von trockenen Augen gefördert wird.

Verschiedene Erkrankungen, die zu trockenen Augen führen können

Zu Benetzungsstörungen und damit auch zu trockenen Augen können auch Krankheiten wie zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen, rheumatische Erkrankungen (etwa das Sjögren-Syndrom oder Polyarthritis), Diabetes mellitus, Hauterkrankungen (beispielsweise Rosacea) oder auch entzündliche Gefäßerkrankungen führen. Weiter gibt es noch die chronischen Lidrandentzündungen, die die Ausführungsgänge der Drüsen am Lidrand verstopfen können und damit die Qualität des Tränenfilms beeinträchtigen. Aber auch Allergien wie zum Beispiel Heuschnupfen können zur Folge haben, dass die Augen zeitweise gereizt sind. Es soll auch Fälle geben, wo es nach chirurgischen Eingriffen am Auge - dies können LASEK oder LASIK und auch eine Operation des grauen Stars sein - zu trockenen Augen gekommen ist.

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