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Laut einer Studie des Büros für Kulturwirtschaftsforschung ist Augsburg ein "Hotspot der Kultur- und Kreativwirtschaft"...

Jetzt haben wir's schwarz auf weiß: Augsburg ist ein "Hotspot der Kultur- und Kreativwirtschaft". Laut einer Studie des Kölner Büros für Kulturwirtschaftsforschung waren im Jahr 2013 gut zehn Prozent der insgesamt etwa zehntausend Augsburger Unternehmen in dem Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft tätig, das ist mehr als im Bundesdurchschnitt (7,6 %) und sogar besser als die Region München (9,9 %). Mit einem Umsatz von 939 Millionen Euro ist die Kultur- und Kreativwirtschaft in Augsburg vergleichbar mit dem Einzelhandel (ohne Kfz), fast halb so stark wie der international aufgestellte Maschinenbau und lässt die Tourismus- und Gastronomie-Branche weit hinter sich.

"Diese Zahlen habe ich so auch nicht erwartet", sagte der Verfasser der Studie, Michael Söndermann, beim Pressetermin am Dienstag an der Seite von Wirtschaftsreferentin Eva Weber. Die Bezeichnung "Hotspot" sei "nicht vermessen", so Söndermann. Woher dieser Vorsprung rühre, darüber könne man nur spekulieren, wichtig für Weber ist natürlich, wie man die Entwicklung stützen kann. Denn einen Wermutstropfen hatte der Nordrheinwestfale dann doch im Köcher: "Der Zuwachs an Unternehmen ist zu wenig für eine Branche, die vom Wandel lebt."

Den Zuwachs anzukurbeln ist seit gut zwei Jahren Aufgabe von Colin Martzy. Der Augsburger Beauftragte für Kultur- und Kreativwirtschaft ist seit Januar 2014 im Amt, um u.a. die Vernetzung der Kreativen untereinander und mit der "übrigen" Wirtschaft zu fördern. "Ich kenne Fälle von Augsburger Designern, die Aufträge von Münchner Agenturen bekommen, die wiederum von Augsburger Unternehmen engagiert wurden", berichtete Martzy.

Bei der Stadtratssitzung am Donnerstag soll die Gründung der Stadtwerke-Tochtergesellschaft "swa KreativWerk" beschlossen werden, um die Gaswerkspläne voranzutreiben. "Wir können keine direkten Subventionen an Unternehmen geben, aber wir können unterstützen, beraten und für Räume sorgen", so Weber, die den Wert der Kreativwirtschaft "für die Identität einer Stadt" betonte.

Der Terminus "Kultur- und Kreativwirtschaft" umfasst laut der Studie die Bereiche Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Markt für darstellende Künste, Designwirtschaft, Architekturmarkt, Pressemarkt, Werbemarkt sowie Software/Games. Den mit Abstand höchsten Umsatz macht dabei der Buchmarkt, an zweiter Stelle kommen Software und Games. (flo)

Grafik unten: Studie "Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Augsburg", Michael Söndermann/Büro für Kulturwirtschaftsforschung

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