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Der nächste Experte kommt bestimmt
Neue Runde im Theatersanierungsstreit: Die Schließung war "zwingend", sagt der TÜV.
Die Stadt reagiert auf die Vorwürfe der Sanierungskritiker und ihres Gutachters Wolfgang Rösener mit einer Expertise des TÜV Süd. Und sieht sich - wenig überraschend - bestätigt. Laut einer Pressemeldung der Stadt bestätigt die "Vorabstellungnahme" des TÜV, dass die Schließung des Großen Hauses Ende Juli "zwingend" gewesen sei.
Drei Stunden waren die TÜV-Prüfer demnach vor Ort und verneinen nun die Behauptung Röseners, dem Brandschutz hätte mit einer Investition unter 50.000 Euro Genüge getan werden können: "Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind zusammenfassend aus Sicht von TÜV Süd nicht dazu geeignet, die festgestellte erhebliche Gefahr zu reduzieren." Ein umfassendes Gutachten will der TÜV in etwa acht Wochen vorlegen.
Der Oberbürgermeister freut sich jetzt schon: "Die Schließung war zum Schutz von Menschenleben notwendig und geboten. Es ist damit erwiesen, dass die Infragestellung der Glaubwürdigkeit der behördlichen Arbeit von Mitarbeitern sowohl der Stadt als auch des Theaters unberechtigt war", so Kurt Gribl.
Absurd ist es ja schon, jahrelang war man todfroh, dass der Kasten nicht während des Cancans beim Opernball auseinanderkracht, jetzt ist man froh, dass es jahrelang gefährlicher war als angenommen. In diesem Sinne: Der nächste Experte kommt bestimmt – schönes Wochenende! (flo)
Foto: Christian Menkel






