Die Fahrradstadt geht in die Knie

Das schafft auch nur Augsburg: Nachdem sich die Autofahrer über die letzte Radlnacht (!) beschwert haben, ändert die "Fahrradstadt" brav den Kurs.

Die zweite Augsburger Radlnacht am 15. Juli bekommt nun statt eines Rundkurses durch die Innenstadt einen "linearen" Verlauf von der Maxstraße über Schlachthof und Messe zum Rosenaustadion. Damit wird die groß angekündigte und erfolgreiche Veranstaltung schon in der zweiten Ausgabe zu einem harmlosen, unpolitischen Spaßevent, vergleichbar mit den üblichen Massenlaufveranstaltungen. Ein selbstbewusstes Auftreten als "Fahrradstadt" sieht definitiv anders aus.

In der Ankündigung der Stadt wird wie immer als besonderes (und einziges) Highlight die Durchfahrt des Schleifenstraßentunnels genannt: "Wo sonst vierspurig nur Autos unterwegs sind, haben an diesem Abend wieder die Radler Vorfahrt." Wow! Es gibt außerdem vier "Aktionspunkte" und ein "Rahmenprogramm" in der Maxstraße und am Rosenaustadion. Der Corso startet um 21.00 Uhr. (flo)

Illustration: Stadt Augsburg

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