Rettet die Mehrwegflasche

Aufruf zur Rettung von Mehrweg
Die Freien Brauer rufen Verbände, Handelspartner und Politiker zum Handeln auf

Dortmund, 08.Oktober 2019
Das Umweltbundesamt (UBA) teilt in aktuellen Meldungen mit, dass der Mehrweganteil im Segment Bier in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgeht (2010 88%, 2017 82%). Viele Brauereien setzen stattdessen vermehrt wieder auf die Dose oder Einweg.

Grund: Das Mehrwegsystem wird für sie zu aufwendig. Schon lange reichen die acht Eurocent Pfand pro Flasche nicht mehr aus, um eine neue Flasche zu kaufen. Vor gut 40 Jahren wurde dieser Pfandsatz festgelegt. Seitdem haben sich die Kosten für eine Mehrwegflasche fast verdoppelt. Auch der Pfandsatz von 1,50 Euro pro Kiste reicht bei Weitem nicht mehr aus, um die Kosten für eine neue Kiste zu decken. Hinzu kommt, dass für manche Verbraucher der Anreiz, das Mehrwegleergut zurückzubringen, durch den niedrigen Pfandsatz offenbar zu gering ist.

Dieses Leergut fehlt, besonders in den Sommermonaten, in den Brauereien. Zusätzlich werden oftmals auf dem Handelsweg sowohl Flaschen als auch Kisten vernichtet, da die Sortierung und der Rücktransport zu teuer sind. Für Brauereien, die Mehrweg einsetzen, entstehen so jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe.

Die Freien Brauer fordern deshalb Verbände, Handelspartner und Politiker auf: „Rettet unser Mehrwegsystem! Passt das Pfand den heutigen Gegebenheiten an und handelt, bevor es zu spät ist und Einweg weiter zunimmt!.“ Dabei ist es wichtig, die gesamte Wertschöpfungskette zu betrachten und alle Beteiligten in Gespräche für mögliche Lösungen einzubeziehen.

Über Die Freien Brauer
Die Vielfalt der Bierkultur hat Tradition in Europa. Sie zu erhalten, ist das Ziel der Freien Brauer, einem Zusammenschluss von 39 führenden, unabhängigen Familienbrauereien in Deutschland, Österreich und Luxemburg. Die Traditionshäuser mit ihren zahlreichen Bierspezialitäten sind wichtige Garanten für die Biervielfalt in ihren Ländern. Mit ihrem Engagement in Kultur und Sport tragen sie dazu bei, dass ihre Heimatregion für Einheimische und Besucher attraktiv bleibt. Darüber hinaus sind sie beispielsweise als Arbeitgeber und Ausbildungsstätte ein wichtiger Wirtschaftsfaktor an ihrem Standort. Die Gesellschafter der Freien Brauer arbeiten bereits seit 1969 in der vormals Deutschen Brau-Kooperation zusammen. Die Freien Brauer verstehen sich als der führende Verbund unabhängiger Familienbrauereien. Die Tätigkeiten der Freien Brauer konzentrieren sich insbesondere auf den gemeinsamen Einkauf, den Erfahrungsaustausch der mittelständischen Familienbrauereien, die gemeinsame Entwicklung oder die gemeinsame Planung von Abfüll- und Logistikkonzepten. Darüber hinaus bieten Die Freien Brauer verschiedene Dienstleistungen im Versicherungsbereich an. Weitere Betätigungsfelder sind gemeinsame Schulungen und Seminare sowie die Realisierung von Vertriebskonzepten.

Weitere Informationen gibt es unter www.die-freien-brauer.com.

Bild: Th G / Pixabay
(PM / Pit)

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